Ja, Panik: Sehnsucht aus der Badewanne

Artikel veröffentlicht am 4. Februar 2014
Artikel veröffentlicht am 4. Februar 2014

Die­ser Song hört sich wie ein noch nicht da­ge­we­se­ner Schla­ger un­se­rer Ju­gend an. Li­ber­ta­tia von „Ja, Panik“ wagt den Blick in die Zu­kunft. „Ich wünsch' mich dahin zu­rück, wo’s nach vorne geht.“ 

Li­ber­ta­tia hört sich nach Frei­heit an und ist in Wahr­heit wohl ein Ort in Ma­da­gas­kar, der sich auf der Karte al­ler­dings nicht fin­den lässt. Das passt, denn wer nach „one world, one love, no na­ti­on“ sucht, muss sich auf ewige Suche be­ge­ben. Es ist kein Bob Mar­ley-Sound, der uns zur Ein­heit auf­ruft, son­dern Syn­thie-Tö­ne, die uns in die „Ga­la­xy“ be­för­dern sol­len. Wie von "Ja, Panik" ge­wohnt, rei­hen sich dabei deut­sche Zei­len an eng­li­sche - das trägt!

Die erste Sin­gle des neuen „Ja, Panik“-Al­bums hört auch ohne hym­nen­haf­te Blas­ka­pel­le nach Be­frei­ung und in­ti­mer Ge­sell­schafts­kri­tik („die­ses Land hier ist es nicht“) an. Pa­thos und blu­mi­ge Klän­ge fin­den hier zu­sam­men. Li­ber­ta­tia ist hell und he­do­nis­tisch. Es meint den Über­fluss an Ge­füh­len, nicht den Ver­such mit Män­geln um­zu­ge­hen. An­ders als die schmet­tern­den Schlacht­ru­fe auf der Stra­ße, trägt uns „Ja, Panik“ wol­kig  zur Über­win­dung der All­tags­ver­hält­nis­se

Das Album Li­ber­ta­tia er­scheint am 31. Ja­nu­ar 2014 ://: Tour­nee-Da­ten von „Ja, Panik"