In Frankreich spricht man - nicht nur- Französisch!

Artikel veröffentlicht am 4. Februar 2008
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Artikel veröffentlicht am 4. Februar 2008
Entgegen der Vorurteile, die den Franzosen anhaften, gibt es zahlreiche unter ihnen, denen doch an der Entwicklung ihrer fremdsprachlichen Kompetenzen viel gelegen ist...allerdings treibt es sie dabei hinaus aus den staubigen Klassenräumen, hinein in diverse Abendetablissements.
Organisierte Runden bieten die Möglichkeit sich mit Gleichgesinnten aus aller Welt auszutauschen, die im Gegenzug ihr Französisch aufpolieren wollen.

Es ist Abend in Paris, man trifft sich in einer atmosphärischen Bar, spanische, englische, deutsche und sogar ein paar russische Wortfetzen füllen den Raum. Ein kosmopolitischer und zugleich gemütlicher Zauber liegt wie eine Glocke über dieser Gesellschaft. Vor der Tür trifft man auf ein paar Raucher, die für ihre Zigarette entfliehen mussten.

Wenn es um die Konversation in einer Fremdsprache geht, genießen die Pariser wohl nicht den besten Ruf. Es gibt aber tatsächlich einige, die sich vorgenommen haben, dieser  Tendenz Paroli zu bieten.  Eigentlich trifft man mittlerweile in ganz Frankreich auf  solche Abendveranstaltungen. Es gibt viele, die es sich zur wöchentlichen Angewohnheit gemacht haben, sich mit völlig Fremden zusammen zu setzen, um bei einem Bier in Französisch oder eine beliebigen anderen Sprache über Gott und die Welt zu diskutieren. „Seit letzten September bin ich jeden Samstag Abend hier“, erzählt uns Laetitia, Assistenzärztin. „Ich spreche ein wenig Deutsch, aber eigentlich komme ich, um mein Englisch aufzubessern.“ Und wirklich, vor allem zahlreiche Angelsachsen sind hier anzutreffen. Und davon sind ganz besonders viele Amerikaner.

Nadia kam aus Moskau vor einigen Monaten nach Paris um ihren Master in International Business abzuschließen. Sie ist mittlerweile zum Dritten Mal in dieser Bar, gleich um die Ecke vom Centre Pompidou. „Ich bin in einer großen Firma tätig. Die meiste Kommunikation wird dort auf Englisch abgewickelt ...“ erklärt Nadia. „Aber ich möchte trotzdem unbedingt mein Französische verbessern. Nachdem ich von dieser Art von Treffen gehört hatte, hab ich mich erkundigt und beschlossen es mal auszuprobieren.“

Ja, und auch hier hilft auch wieder das magische Internet weiter. „Es ist ja ganz einfach“ meint Romain aus der französischen Stadt Dijon. „Man braucht sich bloß im Internet an-zumelden und anzugeben welche Fremdsprachen man gern auffrischen würde.“ Ist dies nun das Ende endlos quälender Stunden in Sprachschulen? Schluss mit stundenlangen zähen Grammatikübungen? Na klar, ist ja auch um einiges entspannter das Nützliche mit Spaß zu verbinden. Ein Glas Wein und dazu ein geistreiches Gespräch in der Sprache Shakespeares oder Cervantes!

My Paris is rich now!

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-Johara BOUKABOUS

Übersetzt von: Waleria Schüle