Helsinki-Paris

Artikel veröffentlicht am 16. Januar 2008
Artikel veröffentlicht am 16. Januar 2008
Eines schönen Tages, genauer gesagt vor vier Monaten, an einem sonnigen Sonntag Nachmittag, nahm ich einen Flug aus dem Norden Helsinkis nach Paris, die Stadt der Kunst, der Mode, der vielen Lichter und der Liebe.

Meine bisherigen Paris-Erfahrungen? Na ja, es gab da vor Jahren mal zwei Tage, in denen ich den Eiffelturm und Sacre Coeur hoch und runter geklettert, durch den Louvre gebraust und über den Boulevard Saint-Germain flaniert bin. Dieses mal aber kam ich für ein ganzes Jahr, um einen Erasmus-Aufenthalt an der Universität Sorbonne zu absolvieren.

Mein erster Eindruck über die Bewohner der Stadt war besser als ihr Ruf. Am Anfang konnte ich nicht einmal ohne Hilfe eine Straße überqueren (na ja, eigentlich ist es einfach: schau weder nach rechts noch nach links, laufe einfach los und hoffe, dass die Autofahrer deine knallrote Jacke sehen). Auf jeden Fall waren alle geduldig genug, mir alles wieder und wieder zu erklären, auch wenn mir für gewöhnlich das zweite mal Nachfragen peinlich war, so dass ich sicher verloren gegangen wäre ohne auch nur ansatzweise das zu finden, was ich suchte.

Irgendwie hat sich mein Orientierungssinn genauso weiterentwickelt wie meine Französischkenntnisse. Nach vier Monaten habe ich also genug von Paris gesehen um etwas erzählen zu können. Ich habe genug Baguettes gegessen, um zu wissen wo man die knusprigsten bekommt, ich weiß, wann man Beaubourg-Bücherei im Centre Pompidou gehen muss um nicht zwei Stunden in der Schlange zu stehen und ich weiß, dass man nach dem ersten non nicht gleich aufgeben darf, sondern besser mit Nachdruck weiterfragt. Darüber handeln diese Artikel. Die Schwierigkeiten eines finnischen Mädchens im Pariser Großstadtdschungel zu überleben, sowie einige sarkastische Kommentare über ihren Weg.....

Soili Semkina

Traduction : Jan Weisensee