Gina Miller - die Frau, die den Brexit stoppen wollte

Artikel veröffentlicht am 9. November 2016
Artikel veröffentlicht am 9. November 2016

Gina Miller ist die Frau, die das Brexit-Verfahren der britischen Regierung juristisch anfechtet. In einem von ihr angestoßenen Gerichtsverfahren entschieden die Richter, dass das Parlament in das Verfahren einbezogen werden muss. Premier Theresa May will das Urteil anfechten. Aber wer genau ist diese Frau?

Die britische Fondsmanagerin und Aktivistin Gina Miller hat ein Gerichtsverfahren angestoßen, infolge dessen die Richter entschieden, dass Premierministerin Theresa May dem britischen Unterhaus in Sachen Brexit ein Mitspracherecht einräumen muss. Obwohl May das Urteil anfechten und vor das Verfassungsgericht bringen will, hat dieser richterliche Beschluss Artikel 50 des EU-Vertrags über einen eventuellen Austritt aus der Union fürs Erste gestoppt. Bis die Auseinandersetzung zwischen May und Miller geschlichtet ist, stellen wir die berüchtigte Brexit-Anfechterin vor: 

Gina Millers Standpunkt zum Brexit: 

„Ich war nie kategorisch für den Brexit oder den Verbleib in der EU. Ich hatte vielmehr das Gefühl - und ich habe es immer noch - dass es darum geht zu bleiben, zu reformieren und zu erneuern. Großbritannien ist ein einflussreicher Standort in Europa. Wir haben nicht nur uns fallen lassen, sondern ganz Europa, indem wir diese Aufgabe nicht angenommen haben.“ 

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Aus einem Interview im Guardian vom 4. November 2016.