Französischer Rock...auf Englisch!

Artikel veröffentlicht am 26. Dezember 2007
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Artikel veröffentlicht am 26. Dezember 2007
Mit den ersten Klängen schon hat man ganz klare Assoziationen. David Bowie, The Who, The Cure, U2 und vielleicht auch die Smiths. Dieser Rock ist leicht und lebhaft. Manchmal verleihen eine Prise Wut oder Wehmut der Musik noch die gewisse Tiefe, eine zusätzliche Dimension.
Die meisten von ihnen werden nahezu ständig von einer treuen jungen Fangemeinde begleitet, leicht zu identifizieren an Röhrenjeans und Retrofrisuren.

Eigentlich ist es schon seit einer ganzen Weile bekannt, dass Franzosen dazu in der Lage sind auf Englisch zu performen. Und, was mindestens ebenso wichtig ist, diese Musik wird auch tatsächlich im Ausland gehört. Leider blieb dieses Phänomen aber viel zu lange auf elektronische Sounds beschränkt. Man denke da an die berühmten French touch, an Air, Draft Punk oder, in neuerer Zeit, Justice. Aber was ist nun mit dem französischen Rock?

Das Problem des französischen Rock ist wohl, dass er heutzutage immer noch auf französisch gesungen wird. Die nationale Tradition ringt sich um dem lyrischen Rock, auf die Spitze getrieben von der Legende Noir Désir. Viele französische Rocker des Augenblicks haben mit Schwierigkeiten zu kämpfen, für sich eine individuelle Nische zu finden. Dazu noch entstammen so gut wie alle Vorreiter auf ihrem Gebiet dem angelsächsischen Raum. Die wenigen französischen Kollegen die sie haben, verfügen leider nicht über die nötige Glaubwürdigkeit, die allein schon der Britischen Staatsangehörigkeit zu entspringen scheint. Phoenix und Tahiti 80 sind leider auch nicht mehr als die Ausnahme zur Regel.

In den Kreisen der Schallplattenhändler wird der englischgesungene französische Rock unter die prestigeträchtige Rubrik „Indie - Rock“ ( Indie = Independent ) sortiert. Das Problem hierbei ist jedoch, dass in Frankreich diese Bezeichnung eher synonym zu „seltsam“ verwendet wird. Das Gegenteil ist im Zusammenhang mit Radiohead, Arcade Fire, Arctic Monkeys oder den Libertines zu finden, da wird der Begriff ganz klar als Ausdruck musikalischer Freiheit gehandelt. 

Synonyme hin oder her, spielen tun sie zum Glück trotzdem. Im Anbetracht des stagnierenden CD Marktes kämpft die französische Rockszene durch zahllose Konzerte ums Überleben. Und es zahlt sich sogar aus! Der „French Rock“ lebt, und wie, und er ist bereit die Welt zu erobern!

Rhesus

Hier eine paar subjektive Empfehlungen:

Beginnen wir bei denen, die wohl niemand überbieten kann: Rhesus und Stuck in the Sound. Pop, Folk und ein wenig Soul bilden bei ihnen eine einmalige Symbiose. Für Witz und Charme sorgen Sly and the Gayz oder Hey Hey My My, während Syd Matters wohl eher dem Geschmack etwas sensiblerer Gemüter entsprechen. Ich persönlich steh auch sehr auf die kurzen und einfachen Songs von Pull.

Staircase

Zum Schluss noch ein Geheimtipp: der Außenseiter Staircase Paradox. Sehr rockig und poppig, vermengt mit einem dunklen Sound. Die perfekte mélange für ein Kind der Neunziger wie mich...

Es lohnt sich wirklich mal reinzuhören!

PS. : Die  Links bringen euch direkt zu den MySpace Seiten der entsprechenden Bands. Viel Spaß!

Myspace websites:

 

Rhesus :  http://www.myspace.com/rhesusmusic 

Stuck in the sound : http://www.myspace.com/stuckinthesound 

Sly and the Gayz: myspace.com/slyandthegayz

Hey Hey My My: http://www.myspace.com/heyheymymyband 

Syd Matters: http://www.myspace.com/sydmatters

Pull : http://www.myspace.com/pullorchestra 

Staircase Paradox : http://www.myspace.com/staircaseparadox 

Alexis Brunelle

Waleria Schüle