Flüchtlingskrise: Reise ins serbische Nirgendwo

Artikel veröffentlicht am 5. September 2016
Artikel veröffentlicht am 5. September 2016

[FOTOS] Warten in Serbien, auf halber Strecke, eingeklemmt irgendwo im Nirgendwo. Der spanische Fotograf César Dezfuli begleitet eine Gruppe Flüchtlinge auf ihrem schweren Weg nach Europa. 

Seit sie ihre Heimatländer verlassen mussten, vergehen die Tage nur noch sehr langsam. Die Gestrandeten wissen nicht, wo sie diese Nacht verbringen werden und was sie morgen erwartet. Die große Mehrheit der afghanischen und pakistanischen Flüchtlinge sind auf den serbischen Straßen unterwegs, in der Hoffnung irgendwo ein Zeichen aufzuspüren, das ihre Zukunft verändern könnte. Aber oft stellt sich heraus: es ist ein Warten auf Lösungen, die nicht kommen. Seit März 2016 ist die sogenannte Balkanroute, über die Flüchtlinge von der Türkei nach Nordwesteuropa gelangen konnten, quasi geschlossen. 

César Dezfuli hat bereits im letzten Jahr die Flüchtlingskrise thematisiert. Diesen Sommer hat sich der Fotograf aber erneut dafür entschieden nach Serbien zu reisen, um zu sehen, wie sich die Lage auf dem Balkan nach einem Jahr verändert hat. „Die Situation stagniert. Es gibt immer mehr Absperrungen, Polizeiaufgebot und Kontrollen. Flüchtlinge sind gezwungen, sich mit Schleppern einzulassen. Jeden Tag passieren ungefähr 30 Menschen legal die Grenze zu Ungarn. Alle anderen machen es auf illegale Weise. Sie versuchen zu vermeiden, von der Polizei aufgespürt zu werden, aber sollte dies doch der Fall sein, setzen sie trotzdem immer wieder alles auf diese eine Karte“, erklärt Dezfuli.

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Offizielle Webseite von César Dezfuli