Film Der Konvoi (Etty Hillesum)

Artikel veröffentlicht am 29. September 2009
Artikel veröffentlicht am 29. September 2009
Alexandra und Florian, zwei Erasmus-Studenten, begeben sich in einem „Road-Movie“ auf die Straßen Europas. Auf ihrer Reise durch unsere Gemeinschaft gehen beide der Frage nach, wo im heutigen Europa Diskriminierungen bestehen. Anstoß und Inspiration für ihre Reise sind die Tagebücher der 27jährigen holländischen Jüdin Etty Hillesum, geschrieben zwischen 1941 und 1943.
Die Aufzeichnungen zeugen vom Ringen einer jungen Frau um Nächsten- und Feindesliebe, Solidarität und Sinnfülle inmitten einer Zeit voller Unmenschlichkeit und Vernichtung. „Auf eine oder andere Art ist mir das alles bewusst“, schreibt Etty Hillesum. „Und doch finde ich das Leben schön und sinnvoll. Jede einzelne Minute.“ Durch die zahlreichen Begegnungen auf ihrem Weg von Amsterdam über Brüssel, Köln und Berlin bis hin nach Auschwitz erfahren die beiden jungen Reporter mehr von den Mechanismen, die einst das Nazi-Regime prägten und auf die es zu achten gilt, für jeden einzelnen, um nicht selbst der Angst und dem Hass anheimzufallen. Jeder der Zeugen im Film scheint uns zu fragen: „Was ist es, dass das Leben lebenswert macht?“

Regie : André Bossuroy  (Mediel)  aboss@skynet.be

MIT DER UNTERSTÜTZUNG der GD BILDUNG UND KULTUR

DER EUROPÄISCHEN KOMMISSION

(programm „EUROPA FÜR BÜRGERINNEN UND BÜRGER")

& DER STIFTUNG DES JUDENTUMS VON BELGIEN