Eurotrotter aufgepasst: EU senkt Handypreise

Artikel veröffentlicht am 1. Juli 2010
Artikel veröffentlicht am 1. Juli 2010
Ab dem 1. Juli 2010 gelten in Europa neue Roaming-Tarife: Europäer auf dem alten Kontinent sparen nunmehr 4 Cent die Minute, wenn sie in der EU Anrufe tätigen oder entgegen nehmen. Reisefreaks und Businessmänner mal ausgeschlossen, wir europäischen Expats hatten Handy-Auslandgespräche eigentlich schon längst über Bord geworfen.

Auch wenn das Handy im Urlaub nicht ständig klingeln sollte, gibt es gute Nachrichten für europäische Reisefreaks und Expats - ab dem 1. Juli kostet das Telefonieren mit dem Handy in der EU nur noch 39 Cent, wenn man aus dem Ausland nach Hause anruft, und 15 Cent, wenn man im Ausland angerufen wird. Auch die Auslands-Internetfalle für Vielsurfer über Handy oder Laptop wurde mit Hilfe einer Obergrenze von 50 Euro (Achtung: Mehrwertsteuer kommt noch oben drauf) eingeschränkt. Das heißt konkret, warst Du unterwegs zu viel im Netz, blockt Dein Mobilfunkanbieter ab 50 Euro den Internetzugang. SMS bleiben stabil bei 13 Cent pro Textnachricht. Davon kann man vom Strand aus getrost ein paar mehr schreiben, denn in Deutschland kostet die SMS durchschnittlich ein paar Cent mehr.

Doch von Urlaubern mal abgesehen - wer telefoniert eigentlich noch mit dem Handy im Ausland? Eine kleine Vox Pop in der paneuropäischen Pariser cafebabel-Redaktion zeigt: Die zwei beliebtesten Alternativen für günstige europaweite Kommunikation sind Skype, der 2003 lancierte skandinavische Instant Messaging und Internettelefonie-Service, oder - speziell hier in Frankreich - Sparpakete, die Internet, Digitalfernsehen und Telefonieren beinhalten, wobei Ausrufe ins Ausland darin oft kostenlos sind. 2 von 5 Redakteuren kaufen im Ausland außerdem lokale Sim-Karten für ihr Handy. Aber dabei soll es laut EU- Kommission nicht bleiben: Bis 2015 sollen Anrufe im europäischen Ausland den nationalen Tarifen angeglichen werden.