Europas Kochfreaks im Web 2.0

Artikel veröffentlicht am 7. November 2008
Artikel veröffentlicht am 7. November 2008
In allen Studentenküchen Europas stellt sich die gleiche Frage: „Was essen wir heute Abend?“ Die Antwort darauf findet sich im Internet. Ein Ausblick auf die beliebtesten kulinarischen Webseiten.

Ein schneller Klick ins europäische Web und schon entdeckt man mehrere gutgemachte Seiten. Liebhaber des so genannten gelly und anderen stews, finden zweifelsohne ihr Glück auf der sehr britischen kulinarischen Seite der BBC, auf der sich sogar ein Rezept für eine Tarte tatin findet, deren tiefgefrorener Teig mithilfe einer Käsereibe zerbröselt wird! In England scheint alles erlaubt. Man findet sogar eine Webseite, die der neuen britischen Küche gewidmet ist. Besonders hingewiesen sei auf die Seite des sehr medienpräsenten englischen Küchenchefs Jamie Oliver, der das britische Pendant zum französischen Koch Cyril Lignac oder zum deutschen Tim Mälzer darstellt.

Von Marmiton zu Gustos

gusto.ro In kulinarischer Hinsicht kennt das Web keine Grenzen: Für Dilettanten der rumänischen Küche bietet die Seite Gustos, deren 14.000 Rezepte monatlich von 300.000 Usern besucht und rund 1, 5 Millionen angeklickt werden, eine spezielle Startseite zu Halloween, Rezepte für Crêpe Suzette und eine beeindruckende Liste von sarmale, kleine Röllchen aus saurem Kohl, die mit Polenta serviert werden. Das Angebot wird abgerundet durch eine starke und leicht zu bedienende Suchmaschine, dem 'gustos mixer', sowie Fotos und zahlreichen Kommentaren.

Marmiton Diese Seite befindet sich auf halber Strecke zwischen La cuisine de A-Z (Die Küche von A bis Z) und Marmiton (Küchenjunge), zwei sehr gut besuchte, französische Seiten. Der virtuelle Küchenjunge befindet sich sogar unangefochten an der Spitze der kulinarischen französischen Webseiten, mit 250.000 Besuchern pro Tag und 60 Millionen gelesenen Seiten im Monat. Aber was sind die Trümpfe des Küchenjungen? Seine englische Version natürlich, welche die französische Gastronomie weltweit reisen lässt und auch in den entferntesten Ecken der Welt zum nachkochen einlädt. Auch die Hilferubriken der Website, unterteilt in Themen wie „Ich hab noch Tonnen davon“, „Ich bin Anfänger“ oder auch „Schnell, sie kommen“, sprechen (fast) jeden Menschen, der sich auf neues Kochterrain begibt, an.

Kochen auf Europäisch

Diese Seiten finden sich zwar ganz oben in den Suchmaschinen, sind jedoch nicht die einzigen Rezeptelieferanten. Mehr und mehr Blogs widmen sich einheimischer und exotischer Küche in allen möglichen Sprachen. Die Portale blog-appetit.com und sein Bruder blog-appetite.com oder auch Gustos gehören in diese multikulturelle Blogosphäre.

Noch ein letzter Tipp: Wenn die Mitbewohner das nächste Mal fragen, „Was essen wir heute Abend?“, dann könnt ihr ihnen vorschlagen, auf die Seite der MiniChefs zu gucken, die samt ihres Slogans „Europa auf einem Teller“ von der europäischen Kommission gesponsert werden. Auf der Seite findet man europäische Rezepte in allen Sprachen der Union. MiniChefs wurde entwickelt, um unser kulinarisches Erbe sowie unsere Gesundheit zu erhalten - europaweit.