Europa Bazaar, Die Stimme der Jungen EUropäer

Artikel veröffentlicht am 15. Januar 2014
Artikel veröffentlicht am 15. Januar 2014

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Auf dem großen Basar Europas, geht ein junger Franzose mit einer Begeisterung für das Radio mit ihrem Mikro von London über Brüssel nach Berlin, um ihre Stimme als junge Europäerin laut werden zu lassen und die Generation Erasmus zu treffen. Ein Interview.

"Die EU ist doch allen egal!" Nicht ihm. Die ausschlaggebend Idee hatte An­toine Lheu­reux in London während er eine Morgensendung auf French Rradio London moderierte: Die Zukunft Europas führt durch Europa! Er schlägt daher eine Sendung vor, die sich an 18-45 jährige richtet, die "Generation Erasmus" deren Pioniere 1987 zum ersten mal die Grenze überauert haben und die heute verantwortungsvolle Posten einnehmen. Anfang 2013 werden die ersten vier Sendungen auf French Radio London ausgestrahlt, daraufhin entscheidet sich An­toine sich mit seinen Koffern und seinen Aufnahmegeräten in Berlin niederzulassen. Mit der Hilfe des Berliner Korrespondenten von RFI (Radio France Internationale), nimmt er zwei weitere Sendungen auf. Er nutzt seinen Aufenthalt in Berlin, um nach Osteurpa zu gehen. Seine Reise führt ihn nun nach Brüssel, wo er die nächste Sendung vorbereitet.

ca­fé­ba­bel : Erzähl uns von dem Konzept der Sendung  « Eu­ropa Ba­zaar ».

An­toine Lheu­reux : Es ist eine 45 minütige Sendung mit Reportagen, Kolumnen, Rätseln und einem Gast. Momentan ist es noch ein klassisches Format, aber ich verfeinere die Leitlinie und den "elektronischen und aufspringenden" Ton von Sendung zu Sendung. Ich spreche über die Generation Erasmus, aber nicht nur. Die Europäische Union ist eine großartige Basis, aber man hat den Eindruck, dass sie allen egal ist, vor allem vor dem Hintergrund der negativen Nachrichten über die EU. Ich denke dagegen, dass die EU eine gutes Mittel ist, um die Bürger einander näher zu bringen. Die Jugendlichen, die Erasmus machen, bleiben nachher mit den anderen Europäern in Kontakt, die sie dort kennen gelernt haben, vor allem dank der sozialen Netzwerke. Ich nutze sie selbst auch, um diesen Stimmen Gehör zu verschaffen.

cafébabel : Du definierst « Eu­ropa Ba­zaar » auch als eine gemeinschaftliche und partizipative Platform, wie funktioniert das?

A.L. : Auf der Facebook Seite möchte ich eine Gemeinschaft entwickeln, die Themen vorschlagen und auf die ausgestrahlten Sendungen reagieren kann.

cafébabel : Worum geht es denn in deinen Sendungen

A.L. : In der letzten Sendung, Nummer 6, spreche ich mit meinem Gast, Ul­rike Gué­rot, einer Europäischen Essayistin und Analystin, über den Einfluss des NSA Skandals in Europa. Ein Sozialpsychologe, Luke Tudge, analysiert in seiner Kolumne europäische Stereotypen. Diesesmal hat er sich gefragt, Cette fois-ci, il s'est de­mandé warum die Franzosen dafür bekannt sind arrogant zu sein. Die große Reportage befasst sich diesmal mit der Ausübung des Katholizismus in Polen. Es gibt auch die Kolumnen "Geschichte" und "Tourismus" sowie Rätsel über kulturelle Aspekte jedes Landes. Schließlich möchte ich, da ich selbst ein Fan von Elektromusik bin, die jüngeren Zuhörer dazu bringen diese Musik durch eine französische Bloggerin zu entdecken, die in Berlin lebt. Ich habe auch eine Reportage über das Fes­ti­val Plötz­lich am Meer in Polen gemacht.

cafébabel : Wie bist du dazu gekommen dich auf diese Weise für Europa zu interessieren?

A.L. : Anfangs hat mich Europa nicht besonders interessiert. Nach meiner journalistischen Ausbildung habe ich die Nachrichten lokaler Radiosender in meiner Heimatregion, Lyon, moderiert. Danach bin ich nach England gegangen, weil ich lernen wollte Radiosendungen "wie die Engländer" zu machen. In London war ich in einem internationalen Umfeld und dadurch habe ich angefangen mich für die europäische Identität zu interessieren.

cafébabel : Wer unterstützt dich bei dieser Initiative? Wie finanziert man ein solches Projekt?

A.L. : Die Unterstützung kommt nach und nach durch verschiedene Begegnungen. Le sou­tien vient au fil des ren­contres. French Radio Lon­don und der Korrespondent von RFI in Berlin, Pas­cal Thi­baud, haben mir geholfen die Sendungen im Studio aufzunehmen. Ich kenne verschiedene Kolumnisten und Journalisten, die die Sendung mit ihren Ideen bereichern. Momentan geht es noch darum, verschiedene Fäden zusammenzuführen. Ich habe mir einfach auf eigene Kosten ein elektronisches Aufnahmegerät gekauft. Ich werde mich bald in Brüssel niederlassen, zum einen, um im Mittelpunkt des Themas zu sein, im Herzen der Europäischen Institutionen, aber auch um richtige Sponsoren zu finden.

cafébabel : Was sind deine nächsten Projekte?

A.L. : Wenn ich mich erstmal in Brüssel niedergelassen habe, werde ich die siebte Sendung finalisieren, sie soll Ende Februar gesendet werden. Ich hoffe ich kann eine Sendung pro Monat produzieren bevor ich in ein paar Monaten zurück nach Frankreich gehe, der letzten Station meiner Reise. Ich würde meine Sendung gerne im Sommer Radios vorschlagen, da zu diesem Zeitpunkt oft Plätze für neue Sendungen frei werden. Ich würde eines Tages auch gerne eine multilinguale Sendung machen, das wäre super und würde genau dem Geiste eines großen Europäischen Basars entsprechen!

Um An­toine Lheu­reux zu hören, Geht auf die Homepage Von Eu­ropa Ba­zaar Und Beteiligt Euch in der Gemeinschaft der Hörer Auf der Fa­ce­booK Seite des Projekts.