Eurobarometer: Das Glas ist halbvoll

Artikel veröffentlicht am 14. Mai 2008
Artikel veröffentlicht am 14. Mai 2008

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Seit knapp 35 Jahren schwärmen zweimal im Jahr emsige Interviewer aus, um die Stimmung der EU-Bürger einzufangen. Europaverdrossen oder europhil? Stimmungsbarometer in Zahlen.

Unter den 27 EU-Mitgliedstaaten und den drei Beitrittskandidaten Kroatien, Mazedonien und Türkei, befürwortet die Mehrheit (58%) die Mitgliedschaft ihres Staates in der Europäischen Union beziehungsweise einen zukünftigen Beitritt. Enthusiastischer Spitzenreiter - mit 82% - ist das kleine Land Luxemburg, dicht gefolgt von - man höre und staune - den Niederlanden (79%), die sich zuletzt beim gescheiterten Referendum zur EU-Verfassung 2005 europaskeptisch zeigten. Den dritten Platz belegen mit Belgien und Irland ebenfalls kleinere Mitgliedstaaten (74%). Allerdings gab es einen Denkzettel vom Vereinigte Königreich, Österreich und Finnland. Zwischen 70% - 80% der Bevölkerung in diesen Ländern sind grundsätzlich dagegen, Teil der EU-Gemeinschaft zu sein.

Ein ähnliches Stimmungsbild zeichnet sich bei der Frage ab, ob das Heimatland durch die EU profitiert: auch hier geben 58% der EU-Bevölkerung ein positives Feedback ab. Im Hinblick auf das Referendum zum EU-Reformvertrag im Juni ist es positiv, dass Irland mit 87% Vertrauen in die EU hat und meint von der Staatengemeinschaft zu profitiern. Platz zwei und drei gehen mit Polen (83%) und Litauen (81%) an zwei neue Mitgliedstaaten. Abermals tanzt das Vereinigte Königreich aus der Reihe und findet sich auf der unteren Rangliste wieder, denn nur 37% der Briten meinen, die EU-Mitgliedschaft nutze ihrem Land. Schlusslicht sind Zypern (ebenfalls 37%) und Ungarn (42%).