Euro-Stimmen zur französischen Ratspräsidentschaft und Sarkozy

Artikel veröffentlicht am 22. Juli 2008
Artikel veröffentlicht am 22. Juli 2008
Was halten die Europäer (und nicht nur diese) in Paris von der französischen Ratspräsidentschaft? Wird sie die aktuellen Probleme der Europäischen Union lösen können?

Ronan, 24 Jahre, Franzose, Student

©Viola Fiore/ Ole Skambraks"Nicolas Sarkozy muss sich zuerst um französische Belange kümmern, das ist normal. Er wurde gewählt, um die Probleme Frankreichs zu lösen. Je größer Europa wird, desto schwieriger wird es, die Probleme in Angriff zu nehmen. Solange die Europäischen Institutionen nicht über die nötigen Mittel verfügen, die europäischen Fragen zu regeln, solange müssen wir uns auf Leute wie Sarkozy verlassen."

Boagae, 60 Jahre, Däne, Schiffahrtsgewerbe

©Viola Fiore/ Ole Skambraks"Viele Menschen in Dänemark sind gegen die Europäische Union. Dänemark muss die Beziehungen zu Ländern wie Schweden oder Finnland weiter ausbauen. Wir sind aber zu verschieden von Bulgarien oder Rumänien. Diese Länder in Europa zu haben ist keine gute Idee. Die EU der 27 Mitgliedsstaaten wird nicht funktionieren, sie wird immer mit großen Problemen konfrontiert sein. Das Europa Sarkozys müsste meiner Meinung nach mehr für die Entwicklungsländer tun und seine Militärausgaben reduzieren."

Léa und Bérangère, 15 und 16 Jahre, Französinnen, Gymnasiastinnen

©Viola Fiore/ Ole SkambraksBérangère: "Wir interessieren uns nicht allzu sehr für die Internationale Politik. Aber wir stehen der Erweiterung Europas positiv gegenüber. Ich bin Ungarin und ich wünsche mir, dass man den kleinen Ländern die Chance gibt, sich weiterzuentwickeln. Die Europäische Union kann ihnen dabei helfen."

Manutcher, 38 Jahre, Iraner, Buchhalter

"Die Europäer müssen sich zusammentun, um die Dinge verändern zu können. Sarkozy allein kann gar nichts machen. Er spricht zu viel, er hat die Mittel, die Leute glauben zu lassen, dass er ein Mann der Tat ist, aber das stimmt nicht. Die Erweiterung Europas ist ein Muss, glaube ich. Das irische 'Nein' wird nicht viel ändern, es hat immer 'Nein'-Stimmen gegeben, aber man muss insistieren."

Darius, 44 Jahre, Polen, Elektrotechniker

©Viola Fiore/L Ole SkambraksDarius: "Sarkozy ist der Präsident eines der mächtigsten Mitgliedsstaaten der EU, er kann versuchen, die Dinge zu ändern. Vor allem sollte man etwas an der Art ändern, wie die EU auf ihre Bürger zugeht. Die Polen sind mehrheitlich für Europa, aber viele denken, dass die EU gänzlich aus Brüsseler Bürokraten besteht."