Euro-Lotto: Dem Glück auf die Sprünge geholfen, aber bitte auf Europäisch!

Artikel veröffentlicht am 10. Februar 2009
Artikel veröffentlicht am 10. Februar 2009
Jeden Freitag gibt es für 200 Millionen Europäer aus neun verschiedenen Ländern die Chance reich zu werden, dank Euro Millions, einem Lotteriespiel, das am Freitag, den 13. Februar, sein fünfjähriges Jubiläum feiert.

Diese einzigartige Initiative begann 2002 damit, dass sich die wichtigsten Lotterie-Gesellschaften von Großbritannien (Camelot), Frankreich (La Française des Jeux) und Spanien (Loterías y Apuestas del Estado) entschlossen, neue Pfade zu beschreiten und ein gemeinsames Lotterie-Spiel zu gründen. Das Ergebnis ist Euro Millions, dessen erste Verlosung am 13. Februar 2004 stattfand. Neue Interessenten ließen nicht lange auf sich warten. Im Oktober desselben Jahres schlossen sich Österreich, Belgien, Irland, Luxemburg, Portugal und die Schweiz der neuen Initiative an. Trotz des Zusammenschlusses, behält jede Lotterie-Gesellschaft ihr eigenes Design der Lotto-Scheine und gestaltet den Verkauf gemäß den landesüblichen Normen.

Die Spielregeln

Die Verlosung findet jeden Freitag in Paris statt und wird in Gewinne von 50 Prozent der Gesamteinnahmen geteilt. Neben den fünf Treffern aus den Nummern 1 bis 50 sind zwei Zusatzzahlen zwischen 1 und 9, die sogenannten Stars, nötig. Jedes Spiel kostet 2 Euro. Der Mindestlottogewinn beträgt 15 Millionen Euro. Wenn der Jackpot nicht geknackt wird, steigt die Summe Woche für Woche.

Die Preise

Die Irin Dolores McNamara ist bis jetzt die größte Gewinnerin in der Geschichte von Euro Millions: Sie gewann 115 Millionen Euro bei der Verlosung vom 20. Juli 2005. Den zweitwichtigsten Preis, immerhin 100 Millionen Euro, schickte die Glücksgöttin Fortuna am 9. Februar nach Belgien; der dritte Preis ging nach Spanien: mehr als 76 Millionen Euro bei der Verlosung vom 25. Januar 2008.

Dies sind die wichtigsten Preise in der Geschichte von Euro Millions:

Carlos García

Das Euro-Lotto

Mittlerweile wird die Lotteriegesellschaft Europäische Lotterie genannt, da sie bereits eine Vielzahl von Ländern vereint. Euro Millions funktioniert: Die Einnahmen sind seit 2004 von einem Mittelwert von 40 Millionen Euro pro Verlosung in den letzten Wochen auf 70 bis 80 Millionen angestiegen. Im Februar 2006 gelang es den Wetten und Verlosungen, dank eines Jackpots von 183 Millionen, der letztendlich zwischen 3 Spielern aufgeteilt wurde, die 280 Millionen-Grenze zu streifen. Nicht zu vergessen, dass durch die große Spieler-Anzahl die Menge der Gewinnerpreise proportional größer ist, als bei anderen Verlosungen. Wenn Euro Millions sich weiter verbreitet, wird man bald von astronomischen Ziffern sprechen. Die Wahrscheinlichkeit, die sieben Nummern richtig zu tippen, liegt bei 1 zu 76 Millionen.

Und was machen, wenn man plötzlich reich ist?

Vermisst: Der Einwohner eines kleinen spanischen Dorfes verschwand buchstäblich. Seine Nachbarn und Freunde versichern, ihn zum letzten Mal in einem Mercedes Sportwagen gesehen zu haben. Danach haben sie nie wieder etwas von ihm gehört.

Anonymität: Viele der Gewinner entscheiden, ihre Identität nicht preiszugeben und weigern sich, beim Gewinnerfoto für die Medien zu posieren.

Ein gutes Werk: Ein belgischer Gewinner spendete die Hälfte seines Gewinns von sieben Millionen im Dezember 2008 dem Sozialhilfeamt seines Dorfes. Gewiss passend zur Weihnachtszeit wird er seither „Weihnachstmann von Riemst“ genannt.