EU - gut beraten von Mick Jagger

Artikel veröffentlicht am 22. September 2008
Artikel veröffentlicht am 22. September 2008

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Die Verkaufsregulierungen für Musik und Onlineinhalte im Internet zählen zu den heikelsten Themen, die derzeit in der Union diskutiert werden. Kann Rockstar Mick Jagger Abhilfe schaffen? Die EU-Nachrichten aus Brüssel.

Mick Jagger - Musikspezialist für die Kommission

Rolling Stones-Frontmann Mick Jagger wurde kürzlich zum Berater der EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes ernannt. Seine Mission wird daraus bestehen, europäische Behörden in puncto Musikmärkte und Verkauf von Multimediainhalten im Internet zu beraten. Jagger wird einer Arbeitsgruppe angehören, die der neue Chief Executive Officer (CEO) von Alcatel-Lucent, Ben Verwaayen, anleitet und die weiterhin Führungspersönlichkeiten großer Konzerne, wie den CEO von Apple, Steve Job, Fiat-Vize John Elkann oder Ebay-Präsident John Donahoe zählt.

Medikamentenschmuggel bedroht europäische Apotheken

In der Union sind mehr und mehr falsche Medikamente im Umlauf. Circa 45.000 Millionen Euro setzen Mafiastrukturen aus Russland, Asien und dem Mittleren Orient jährlich mit dem illegalen Medikamentehandel um. Das entspricht in etwa 10 Prozent des Gesamtumsatzes der weltweiten Pharmaindustrie. Die britische Firma Aegate hat nun ein System entwickelt, das gefälschte Medikamente automatisch erkennen soll. In Italien, Griechenland und Belgien ist selbiges bereits erfolgreich im Einsatz.

Europäer denken zunehmend grüner? Denkste!

Laut der letzten Eurobarometer-Umfrage empfinden 75 Prozent der befragten Europäer den Klimawandel als Bedrohung. Die Erderwärmung wird weltweit als zweitbedrohlichstes Problem für die Menschheit angesehen. Nur Armut und Hunger in der Welt sowie das Problem des internationalen Terrorismus' überbieten die Angst vor dem Klimawandel. Weiterhing ging aus dem Bericht hervor, dass die große Mehrheit der Unionsbürger der Meinung ist, Konzerne, Bürger und Regierungen täten nicht genug im Kampf gegen den Klimawandel. 42 Prozent der Befragten finden, dass zunächst Regierungen, große Firmen und die Industrie Maßnahmen zum Klimaschutz in die Wege leiten sollten. Weiterhin gaben 34 Prozent an, selbst Maßnahmen umsetzen zu wollen; allerdings wüssten sie nicht genau welche. 26 Prozent der Befragten waren allerdings der Meinung, dass der Wandel persönlicher Gewohnheiten keinen großen Einfluss auf die Klimaproblematik nehmen würde. Die Kosten für Klimamaßnahmen wären wahrscheinlich ziemlich hoch, gaben 15 Prozent an, während 9 Prozent der Befragten zu verstehen gaben, dass ihnen der Klimawandel eigentlich egal ist.

EuroparlTV: der neue Fernsehkanal des EU-Parlaments

In der vergangenen Woche gingen die ersten Bilder des neuen Parlamentssenders EuroparlTV über den Äther. Und bereits in der ersten Woche konnte der neue Sender einen Rekord brechen: EuroparlTV ist das erste Programm, das in über 20 Sprachen gleichzeitig ausstrahlt. In Wirklichkeit setzt sich das europäische Fernsehprojekt aus vier Sendern zusammen: Votre Parlement (Ihr Parlament) für Zuschauer, die an den täglichen Entscheidungen im Parlament interessiert sind; Votre opinion (Ihre Meinung), das Bürgermeinungen vorstellt und die Möglichkeit bietet, eigene Inhalte zu senden; Jeune Europe (Junges Europa) für Kinder und somit zukünftige Wähler; und schlussendlich Parlement en direct (Parlament live), das die wichtigsten Debatten der Plenarsitzungen in Direktzeit per Livestream überträgt sowie zahlreiche Links, Archive und das Programm für die kommenden Monate anbietet.