Ein Kiosk für zeitgenössische Kunst in Mailand

Artikel veröffentlicht am 28. Januar 2016
Artikel veröffentlicht am 28. Januar 2016

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Noch wird der Radetzky-Kiosk am Mailänder Stadthafen restauriert. Am Sonntag, den 24. Januar, hat aber schon eine Ausstellung mit Werken aller am Projekt beteiligten Künstler stattgefunden.

An den Navigli herrscht immer gute Stimmung: den Mailändern gefällt ihr Stadthafen ("Darsena"). Mit der Sanierung des Viertels kehrt Leben zurück und scheint zu bleiben. Der Radetzky-Kiosk liegt direkt am Weg der Sonntagsspaziergänger und verstrahlt die Eleganz des frühen 20. Jahrhunderts.

Den Passanten ist die Unruhe rund um den Kiosk aufgefallen, den sie sonst kaum wahrgenommen haben außer wegen einiger angeschlagener Flugblätter. Nun wird bald das Geheimnis gelüftet, denn nach Monaten an Arbeit scheint alles bereit für den neuen Zweck. Es wird zwar keine Zeitungen und Zeitschriften mehr geben, aber die Kultur bleibt trotzdem präsent.

Der Stadtviertelrat hatte Progetto Città Ideale beauftragt, den Kiosk den Bürgern zurückzugeben. Also haben Ende Oktober 2015 die Arbeiten begonnen, um das Gebäude zu restaurieren und in seinen Ursprungszustand zurückzuversetzen. Aber der Umbau bedeutete nicht nur, am Gebäudezustand zu arbeiten. Das von Andrea Lacarpia und Mirko Canesi geleitete Projekt hat sich zu einem richtigen Kulturvitrine entwickelt, zu  dem die beteiligten Künstler funktionale Objekte beigesteuert haben: Ein Leuchter, ein Werkzeugkasten, Schutzvorhänge, ein kleiner Ofen...                                             

Der kleine Kiosk am Viale Gorizia vereint zeitgenössische Kunst mit einer Stadt, die wirklich nach vorne schaut. Viele Künstler wirken mit: Giuseppe Buffoli, Jacopo Candotti + Nicole Valenti, Mirko Canesi, Daniele Carpi und weitere.

Am Morgen des Sonntag, den 24. Januar, hat Progetto Città Ideale der Öffentlichkeit den Kiosk präsentiert. Die letzten Restaurierungsarbeiten werden so selbst zu einer Art Ausstellung, denn alle Werke der Künstler können während eines work-brunch begutachtet und diskutiert werden.

Wie geht es weiter?

Ab März wird der Radetzky-Kiosk wahrscheinlich öffnen. Das Programm steht noch nicht endgültig fest, aber es fehlt nicht an Ideen. Jeden Monat werden andere Künstler die Fläche nutzen, um Skulpturen und viele andere Elemente mit Pflanzen, Wasser und Licht auszustellen.