Die Liebe im Griff

Artikel veröffentlicht am 14. August 2007
Artikel veröffentlicht am 14. August 2007

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Es ist Frühling, die Röcke werden kürzer und viele Frauen stellen sich nur noch eine Frage: Wie kann man gegen die Kilos kämpfen, die sich im Laufe des Winters in ihren Körpern eingenistet haben?

Da in der Welt bekanntlich keine Geschlechtergleichheit herrscht, haben es die Männer wieder einmal einfacher. Sie flüchten sich in Poesie. So wie Franzosen und Italiener, die Fettpölsterchen in der Bauchgegend zärtlich als "Liebesgriff" bezeichnen (poignées d’amour bzw. maniglie dell’amore). Die Briten machen es ähnlich, indem sie stolz ihre love handles präsentieren. In diesen Sprachen nimmt der Hüftspeck also die Form zweier hübscher "Henkel" an. Aber was hat das alles mit Liebe zu tun? Ganz einfach: Bei rasantem Geschlechtsverkehr kann man daran Halt finden.

Die Deutschen sehen die Dinge pragmatischer. Für sie ist eine Auswölbung des Bauches bei alten Männern schlicht ein "Bierbauch". Für die Engländer ist das eher ein potbelly, also ein "Topfbauch", für die Franzosen muss der Hefezopf Brioche herhalten. In England gibt es außerdem Delikatessen, die schwangeren Frauen vorbehalten sind: To have a bun in the oven – "Ein Brötchen im Ofen haben". Und wenn das Brötchen dann aus dem Ofen raus ist, leiden deutsche Mütter bekanntlich unter "Babyspeck".

Übrigens gibt es für die "Liebesgriffe" noch eine andere Bezeichung. Für die Engländer ist ein Fettgürtel um den Bauch ein spare tire, also ein "Ersatzreifen". Für die Spanier ist es ein Michelin und für die Franzosen schlicht und einfach: ein "Reifen" (pneu).

Turm zu Babel vom 11. April 2007)