Die Entdeckung des neuen Europas

Artikel veröffentlicht am 20. September 2004
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Artikel veröffentlicht am 20. September 2004

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Der Journalist Guy Pierre Chomette, dessen kürzlich erschienenes Buch neues Licht auf die neuen Beitrittsländer wirft, hat die Aufhebung aller Grenzen für ein wirklich integriertes Europa gefordert.

Guy Pierre Chomette, freiberuflicher Journalist, Weltenbummler und Europa-Freund, ist ein Mann, den der Blick auf die Europa-Karte und die Fahne mit echtem Stolz und Leidenschaft erfüllt; einer Leidenschaft für die Erforschung neuer europäischer Grenzen und Kulturen.

Von den Kurilen nach Zentraleuropa

Bereits ein etablierter Zeitungsjournalist, wurde Chomette 1999 mit dem Robert Guillain Reporter Preis für seinen Bericht über den russo-japanischen Streit über die Kurilen belohnt. Seitdem hat er seine Aufmerksamkeit auf eine Reihe anderer Projekte verlagert, zum Beispiel die Veröffentlichung eines Buches mit dem Titel Lisières d’Europe („Die Ränder Europas“) über seine Feldforschung in Zentral- und Osteuropa.

Seit 1997, als der europäische Rat einen Grundriss für die Erweiterung erstellte, erforschte Chomette die Beitrittsstaaten und reiste mit dem Fotografen Frederic Sautereau drei Jahre lang in diese Grenzländer. Bei „Den Rändern Europas“ handelt es sich nicht um einen Touristenführer, sondern um eine echte geografische, soziokulturelle und historische Analyse der kürzlich zur Europäischen Union hinzugekommenen zentral- und osteuropäischen Staaten.

Im Vorfeld der EU-Erweiterung wurde viel zur Vertuschung der dunkleren Aspekte des Lebens in Osteuropa getan. Chomette nahm sich jedoch die Zeit, um hinter das schöne Antlitz einer Stadt wie Prag zu blicken, zu reisen und mit ganz normalen Leuten zu sprechen. Daraus entstand ein realistischer Bericht über Menschen, die mit dem kommunistischen Vermächtnis leben, die mit Problemen wie Arbeitslosigkeit, Korruption, sozialer Ungleichheit und Einschüchterung zu kämpfen haben und weiterhin von derselben Lebensqualität wie der der Westeuropäer träumen.

Chomette lenkt unsere Aufmerksamkeit auf die kulturellen, historischen und geografischen Dimensionen der europäischen Integration und auf die Rolle, welche die neuesten EU-Mitglieder zu spielen haben. Er unterstreicht nicht nur die Wichtigkeit Zentral- und Osteuropas in der Europäischen Gemeinschaft, sondern er betont außerdem kulturelle, historische und ökonomische Aspekte zur Förderung des internationalen Dialogs und des Wissens über Europa.