Die 10 besten Flirtstrategien aus aller Welt

Artikel veröffentlicht am 31. Dezember 2014
Artikel veröffentlicht am 31. Dezember 2014

Deutsche können doch flirten, das haben wir jetzt hoffentlich alle gelernt. Nicht immer und auch nicht immer gut, aber das trifft je nach Alkoholpegel und Grad der kreativen Anstrengung auf alle Nationalitäten zu. Wir haben für euch die schönsten, verrücktesten und seltsamsten Flirtstrategien aus aller Welt zusammengestellt. Für all die Momente, wenn es ums Ganze geht. 

1. Wollen wir nicht mal zusammen was trinken gehen?

Kurz, schmerzlos und elegant. Da kann fast nichts schiefgehen, denn wenn man jemanden nur auf ein Glas Wein einlädt, lehnt man sich nicht besonders weit aus dem Fenster. Man könnte ja auch einfach nur freundschaftlich über die aktuelle politische Lage oder die neueste HBO-Serie diskutieren wollen. Eine Ablehnung tut daher auch nicht so weh. Besonders oft hört man den Satz in Frankreich – vielleicht liegt es ja einfach an dieser Zauberformel, dass die Franzosen scheinbar viel besser und erfolgreicher flirten?

2. Hast du Lust, bei mir zu Hause einen Film zu gucken?

Auch diese Strategie fällt in die Kategorie „All time favourite“, weil sie gar nicht aufdringlich ist und fast jeder gerne Filme guckt. Wenn man dem anderen dann die Filmwahl überlässt, hat man noch dazu die gefährlichen Klippen des (eigenen) schlechten Geschmacks umschifft. Die Strategie ist so simpel und unaufregend, dass sie sogar in England ganz wunderbar funktioniert. An kalten Wintertagen sogar noch besser. Also: Im neuen Jahr unbedingt einen Netflix-Account einrichten!

3. Ist ja schon so spät! Du kannst bei mir übernachten, ich hab ein Gästebett.

Das Gästebett gehört mit Bettritze und Bauchweghöschen zu den absoluten Liebeskillern. In Berlin wird es trotzdem immer wieder angepriesen, wenn man der direkten Offenbarung aus dem Weg gehen will. Dass die U-Bahn nach ein Uhr nachts nicht mehr fährt, weiß ja eigentlich jeder. Trotzdem endet man immer wieder mal um 2h in Friedrichshain, obwohl man doch in Neukölln oder Wedding wohnt. Das Gästebett ist da das denkbar unerotischste Argument, um gemeinsam nach Hause zu gehen. Warum nur können wir nicht einfach „Schlaf bei mir“ sagen? Wahrscheinlich weil das zu sehr nach „Schlaf mit mir“ klingt. Und das ist dann doch etwas zu direkt – und das nicht nur in Berlin.

4. Ich würde gern mal mit dir ausgehen. Ich hol dich morgen um 7 ab.

Die Dating-Kultur in New York ist komplex und undurchschaubar – selbst für die Bewohner der gefühlten Hauptstadt der USA. Wer sich als „dating material“ zu erkennen gibt, wird sofort in den Zirkus um Restaurantbesuche, Drinks und Nebenpartner hineingezogen. Manchmal muss man, wenn man mit jemanden ausgehen will, noch nicht einmal wirklich fragen: „Ich mag dich! Den Tisch hab ich für morgen Abend um 7 bestellt.“ Wem das zu viel ist, muss klar machen, dass er momentan keine Zeit fürs Dating hat. Dann ist der Spuk auch schon wieder vorbei.

5. Ciao bella! (Hier egal was einfügen)

Von den Italienern wird häufig behauptet, dass sie besonders gern und aktiv flirten. Für alle Ausländerinnen haben sie sich die Ciao-bella-Strategie zugelegt. Die besteht einfach nur darin, eine Frau begeistert anzustrahlen, ihr ein „Ciao bella!“ zuzuwerfen und dann einfach drauflos zu labern. Wichtig ist nur das „bella“ und nicht so sehr, was danach kommt. Besonders bei Nordeuropäerinnen funktioniert das wunderbar. Bei Italienerinnen aber überhaupt nicht.

6. Du bist so schön, ich musste dich einfach ansprechen!

Auch in Griechenland wird gerne die Schönheit des Gegenübers hervorgehoben. „Du hast so wunderschöne Augen! Ich konnte mich einfach nicht beherrschen und musste dich ansprechen. Ah, du bist so schön!“ Und so weiter ad infinitum, bis es entweder klappt oder dem anderen zu dumm wird. Manchmal kommen auch die „Sterne in deinen Augen“ zum Einsatz, die sich in den nächtlich dunklen Wogen des Ägäischen Meeres spiegeln. Wie bist du doch so schön, du mein Griechenland!

7. Willst du mitkommen und einen Joint bei mir rauchen?

Die Marijuana-Strategie überzeugt durch ihre Einfachheit. Allerdings sollte man schon ein bisschen mehr über den anderen wissen, bevor man sie benutzt. Wer fröhlich stoned auf dem Sofa hängt, ist lockerer und einem Flirt vielleicht nicht abgeneigt. Das Ganze kann aber auch grandios in die Hose gehen, wenn der andere plötzlich einschläft oder eine Paranoia-Attacke bekommt. Also, Vorwissen ist essentiell! Besonders oft eingesetzt wird die Strategie in Australien und Kalifornien, wie wir aus gesicherten Quellen wissen. Warum das so ist, könnt ihr euch sicher selbst denken.

8. Es ist schon so spät... Ich würde jetzt gerne ein Bad nehmen.

Dass in Japan so einiges anders funktioniert, weiß man auch dann, wenn man noch nie dort war. Wer in Tokio keine Lust hat, nachts allein zu sein, muss auf eleganten Umwegen zu verstehen geben, dass er gerne in ein Love Hotel gehen würde. Dabei handelt es sich nicht um ein Bordell, sondern einfach um einen Ort, an dem man nicht an die Nachbarn und die Sauberkeit der Bettlaken denken muss. Und einen Whirlpool gibt es noch dazu, was an kalten Abenden sehr verlockend sein kann. Wer nicht interessiert ist, sagt einfach, dass er nach Hause müsse. Wer einem gemeinsamen Bad aber nicht abgeneigt ist, sucht das nächste Love Hotel. Und die gibt es in Tokio zum Glück an fast jeder Ecke.

9. Also ich hab Hunger... huch, nachts hat hier ja alles zu! Lass uns zu mir was essen.

Nachts nach mehreren Bier oder Wein Hunger zu bekommen, gehört zu den wichtigsten menschlichen Trieben. Der Vorschlag, etwas essen zu gehen, wird daher fast immer freudig angenommen. In Großstädten wie Berlin funktioniert die Hunger-Strategie leider nicht, weil man hier auch noch um 4h morgens irgendwo einen Döner auftreiben kann. Anderer Nachteil: Wer jemanden nachts zum Essen mit nach Hause nimmt, kann ihn oder sie nur schlecht mit einer trockenen Scheibe Roggenbrot abspeisen. Es soll sie aber geben, diese Menschen, die um 4h nachts zu Küchenhöchstleistungen auflaufen...

10. Magst du nicht mal zu mir in die WG kommen?

Die Wohnungen anderer Leute zu besichtigen ist interessant, vor allem wenn sie nette Mitbewohner haben. Das kann dann zu einem gemeinsamen Essen, einem Filmabend, einem Joint oder einer Nacht im Gästebett (oder auch nicht) führen. Die WG-Strategie ist daher die ultimative Möglichkeit, vier Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Freundschaftlich klingt es noch dazu und setzt niemanden unter Druck. Wer noch den Satz „Meine Mitbewohner sind gerade nicht da“ anhängt, macht seine Absichten überdeutlich. Funktioniert in allen Ländern, in denen die Wohngemeinschaft die beliebteste Wohnform bei jungen Leuten ist. Wichtig ist nur, dass man vorher ein bisschen aufgeräumt hat. Und das die Mitbewohner nett sind – sollten sie denn da sein. 

Flirten in Berlin: Top oder Flop?

Deutsche können nicht Flirten? Ein Vorurteil so alt wie die Menschheit und trotzdem hält es sich hartnäckig. Cafébabel Berlin tritt an, der Liebesmisere endlich einmal gründlich auf den Grund zu gehen. Wenn ihr glaubt, die ultimative Flirtstrategie gefunden zu haben, dann schickt uns eine Email an berlin@cafebabel.com!