Der Red Bull Mann

Artikel veröffentlicht am 6. März 2009
Artikel veröffentlicht am 6. März 2009
Von Claudia Müllauer Neben dem Unterwäschehersteller Palmers ist Red Bull eine der wenigen österreichischen Marken, die international bekannt sind. Der Erfinder Dietrich Mateschitz ist aber selbst in der Alpenrepublik ein unbeschriebenes Blatt. Hier einige Angaben zur Person. Am 20. Mai 1944 in St.
Marein in der Steiermark geboren, gehört Red Bull Gründer Dietrich Mateschitz zum festen Bestandteil der Forbes-Liste „Die Milliardäre der Welt“.

Mateschitz gelang es trotz schlechtem Schulabschluss und Langzeitstudium an der Hochschule für Handel in Wien, gemeinsam mit thailändischen Partnern ein Firmenimperium aufzubauen, mit dem es ihm innerhalb kürzester Zeit gelang neben dem europäischen auch den amerikanischen Markt zu erobern. Mittlerweile wird jede dritte Red Bull Dose in den USA verkauft.Nach Zwischenstationen in verschiedenen Firmen als Marketingfachmann, lernte Mateschitz in den 1980er beim deutschen Unternehmen „Blendax“ während zahlreicher Geschäftsreisen den absatzstarken asiatischen Energydrink-Markt kennen. Inspiriert davon gründete er gemeinsam mit Chaleo und Chalerm Yoovdhiya 1984 das Unternehmen Red Bull. Der gleichnamige Muntermacher wurde 1987 in den Markt eingeführt. Die Mischung aus Koffein, Vitaminen und der Aminosäure Taurin bewirken eine Steigerung insbesondere der physischen Leistungsfähigkeit.

Es wäre interessant zu erfahren was - außer Red Bull - das Energielevel dieses spannenden Europäers so hoch hält. Doch Privates über Mateschitz zu erfahren ist schwer - der Marketingexperte versteht es auch sein öffentliches Image zu vermarkten. Meistens ist er in Jeans und Jacket unterwegs, vornehmes Understatement, das besonders den Superreichen gut steht. Er gilt als überzeugter Gegner der Institution Ehe, sein elfjähriger Sohn ist aus einer früheren Beziehung.

Er steht für das Produkt, dass mit ihm verbunden wird: Selber aktiv und sportbegeistert, engagiert sich Mateschitz im Sport-Sponsering. So übernahm Red Bull 2005 beispielsweise den österreichischen Bundesliga-Verein Austria Salzburg und benannte ihn um in  „Red Bull Salzburg“, auch im Motorsport und anderen Extremsportarten tritt Red Bull als Förderer auf.

Mateschitz‘ Leidenschaft für Flugzeug ließ ihn den architektonisch beeindruckenden Hangar 7 („Hummel Salzburg“) bauen. Dieser Glastempel dient nicht nur der Flugabfertigung der „Flying Bulls“ Flotte, er ist auch Kunst-und Szenetreff in Salzburg. Das Leben und der Erfolg des Österreichers inspirieren und beflügeln sicher auch ein paar Langzeitstudenten und lassen die Hoffnung auf eine große Karriere nach Ende des Studiums bestehen.

Fotos Flying Mateschitz (Maurin Picard) Red Bull Dose (Fristle/flickr)