Der Islam muss sich entwickeln

Artikel veröffentlicht am 21. Juli 2005
Artikel veröffentlicht am 21. Juli 2005

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Die erneuten Attentate von London haben Entsetzen ausgelöst und die Frage nach dem “Warum?” aufgeworfen. Doch wer Fundamentalisten und die Armut verantwortlich macht, übersieht das wesentliche Problem: Den Islam selbst.

Es gibt eine umfassende Debatte über die Ursachen des islamischen Terrorismus und wie mit ihm umgegangen werden sollte. Doch wo liegen nun die Ursachen? Die britisch-amerikanische Außenpolitik? Der Öldurst des Westens? Die Vereinnahmung des Islam durch einige wenige Extremisten? Das sind unter anderem die Gründe, die die meisten linken Intellektuellen und selbsternannten liberalen moslemischen Denker, vom britischen Journalist Robert Fisk zum pakistanischen Schriftsteller Tariq Ali, für die Anschläge in London und den islamischen Terrorismus im Allgemeinen angeben.

Moslems gegen Moslems

Doch lasst uns Klartext reden. Während wir die Doppelstandards der US-Außenpolitik und das amerikanische Streben nach Hegemonie nicht leugnen können, müssen wir eingestehen, dass islamische Staaten ihrerseits ebenso Doppelstandards in der internationalen Politik anwenden. Haben nicht islamische Staaten versucht, ihre eigenen Nachbarn zu unterwerfen, selbst wenn es sich um moslemische Bruderstaaten handelte? Pakistans Machtstreben in Afghanistan, die syrische Politik im Libanon, die irakischen Angriffe auf Iran und Kuwait sind nur einige bekannte Beispiele. Und unsere berühmten fortschrittlichen moslemischen Gelehrten kommen kaum auf das moslemische Barbarentum gegenüber der Kurden im Irak, Iran und der Türkei zu sprechen.

Lasst uns also die wahren Wurzeln des islamischen Terrorismus betrachten: Den heutigen Islam. Staatsmänner proklamieren, dass der Islam eine Religion des Friedens sei, um die Harmonie unter den Religionen zu erhalten. Doch tatsächlich gibt es verschiedene grundsätzliche Mängel in der islamischen Lehre: Geschlechterungleichheit, Intoleranz gegenüber Nicht-Muslimen und eingeschränkte persönliche Freiheiten (einschließlich der freien Meinungsäußerung und der Künste). Es stimmt, dass der islamische Terrorismus nur von einer kleinen Minderheit von Extremisten getragen wird. Dennoch ist es genauso war, dass dieser Terrorismus von der Mehrheit der Muslime nicht hart verurteilt wird.

Die Notwendigkeit von Veränderungen

Fortschrittliche islamische Gelehrte verkünden, dass der Islam benutzt werden würde, und dass gewöhnliche Muslime den Terrorismus nicht unterstützten. Wenn das wahr wäre, warum ist Osama Bin Laden ein Held in den meisten islamischen Ländern? Gehen sie durch die Straßen in Pakistan, Sudan, Bangladesch, Indonesien, Somalia und vieler anderer islamischer Staaten, und sie werden verstellen, wie viel Respekt und Zuneigung Bin Laden und anderen Führern wie ihm entgegengebracht wird. Dieser Respekt ist nicht das Ergebnis von Analphabetismus und Armut, sondern Resultat der Art und Weise, wie der Islam gelehrt wird. Deshalb wird der islamische Terrorismus von tausenden islamischen Ärzten, Professoren und anderen hochqualifizierten Akademikern nicht verurteilt.

Die Medien der Welt und die Politiker müssen sich auf wirklich liberale Moslems konzentrieren, die den Mut haben einen echten Wechsel zu fordern und die grundsätzlichen Fehler des Islam zu korrigieren. Die selbsterklärten fortschrittlichen Moslems, die versuchen, den Islam als eine Religion des Friedens und der Toleranz zu rechtfertigen, machen die Situation nur verwirrender. Es gibt viele liberale islamische Gelehrte, die seit Jahren Veränderungen an der islamischen Lehre vorschlagen, doch ihre Stimmen werden konstant und vorsätzlich in den Medien ignoriert. Wenn diese Stimmen gehört werden wird sich das traditionelle moslemische Bewusstsein vielleicht zum Besseren wandeln.