„Den echten Jet-Set sieht man nie!“

Artikel veröffentlicht am 2. Mai 2006
Artikel veröffentlicht am 2. Mai 2006

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...aber kann ihm nicht doch begegnen? Emmanuel de Brantes, privilegierter Beobachter der Jet-Set-Szene gibt uns einige Tipps.

Der weltgewandte Publizist Emmanuel de Brantes, 42 Jahre alt und Neffe des ehemaligen französischen Präsidenten Valéry Giscard d’Estaing, hat Pate gestanden für die Helden des französischen Films „Jet Set“ von Fabien Onteniente, der im Jahr 2002 erschien. De Brantes hat kürzlich ein Buch mit dem Titel „Le spectactle de le Société“ („Gesellschaftstheater“) herausgebracht, das von der Welt der schönen und reichen Leute handelt.

Wer gehört zum Jet-Set?

Diese Menschen sind wie Zugvögel und lassen sich dort nieder, wo gefeiert wird. Ihr Terminkalender ist immer mehr beeinflusst von den Terminen der Mode (Prêt-à-porter und Haute Couture) oder den Kunstsalons und Ausstellungen, wie in Basel und Miami. Das wahre Jet-Set sieht man nie! Es bemüht sich, nicht berühmt zu sein, aber den Berühmten nahe zu sein. Das ist der feine Unterschied.

Was sind die angesagten Hot-Spots des Sommers 2006?

Das Festival de Cannes eröffnet immer die Saison. Das gesamte Jet-Set pilgert nach Cannes. Alle angesagten Pariser Clubs eröffnen in dieser Zeit einen Ableger in Cannes. Wie letztes Jahr wird „Le Baron“ die wilde Alternative sein zu den eingesessenen Traditionsclubs wie das „Man Ray“ oder der „VIP Room“. Gleichzeitig finden zahlreiche exklusive Gesellschaftsabende in den verschiedenen Villen statt. Die Abende von Jonny Pigozzi, Erbe des Automobilunternehmens Simca und einer der weltweit größten Sammler zeitgenössischer Afrikanischer Kunst in seinem prachtvollen Anwesen in St. Jean Cap-Ferrat sind besonders gefragt. Das Hotel „Eden Roc“, wo man sein Zimmer in Bar bezahlt, bleibt ein Muss. Ganz Hollywood steigt hier jedes Jahr ab, und trifft sich morgens am Meer zum Joggen, rund um den Pool zum Frühstück und abends zu den ausgelassenen After-Parties.

Nach Cannes geht es Richtung Bali, dessen Küste trotz der Attentate sehr angesagt ist. Die Wohnpreise sind wieder teuer, ein gutes Zeichen. Es lohnt sich besonders, auf der Insel eine Bambus-Villa für 30 Jahre zu kaufen (länger erlaubt das Gesetz nicht). Korsika bleibt ein Vorzeigeort, ebenso der Golf von Serpone, Sizilien und Sardinien. Und Marrakesch ist offensichtlich das Deauville des Europas des 21. Jahrhunderts geworden. Man trifft sie dort alle: Fußballspieler, Filmstars, Politiker und gekrönte Häupter. Tanger allerdings rückt wieder auf in der Beliebtheitsskala, vor allem da das Klima wegen der günstigen Meerlage so angenehm ist.

Und der Rest des Jahres?

Die Hamptons auf Long Island in den USA bleiben ein sicherer Tipp. Es gehört zum guten Ton, sein Sylvesterfest am 31. Dezember in Cuixmala (Careyes) in Mexiko zu verbringen. Der Sänger Seal hat dort ein Haus, ebenso der Regisseur Quentin Tarantino. Dieser hat sogar einen Teil seines Filmes Kill Bill dort gedreht. Marrakesch, ist während dem Filmfestival im November angesagt …und natürlich im gesamten Jahr!

Wer sind die großen Namen der Partyszene?

Ohne Zweifel das Ehepaar Wong, Andy und Patty, die jedes Jahr zum Chinesischen Neujahr ein imposantes Fest in ihrem Appartement in London veranstalten. Familien, wie die des amerikanischen Milliardärs Miller mit seinen drei Töchtern Marie-Chantal (verheiratet mit dem Kronprinz Paul von Griechenland), Pia Christina und Alexandra Natacha. Sie leben einen Jet-Set-Rhythmus, auch wenn ihr Leben auf den ersten Blick unscheinbarer und ruhiger erscheint. Des Weiteren zählen dazu der Picasso-Klan (Almine und Bernard, Olivier und seine Schwester Diana), Julio Santo Domingo, der Italiener Giampiero Dotti, Richard Branson… ohne die Liste damit abzuschließen...