Déjate caer (Lass dich fallen)

Artikel veröffentlicht am 7. November 2007
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Artikel veröffentlicht am 7. November 2007
Spanien, 2007 : Jesús Ponce Regie : Ivan Massagué, Mercedes Hoyos, Pilar Crespo, Ana Cuesta Darsteller Diese Woche konnten wir dem internationalen Film “Déjate caer“, den dritten Spielfilm von Jesús Ponce beiwohnen. Bei dem Film handelt es sich nicht nur um den ersten sevillanischen Film, sondern auch um einen Teil einer Ehrung der andalusischen Darsteller.
Man versucht damit, das Aufleben des Kinos zu zeigen, die man momentan in Andalusien beobachten kann. Die Eintrittskarten waren bereits am Morgen ausverkauft und der Veranstaltungsort Hall del Lope de Vega verwandelte sich schnell in eine Feier mit den Zuschauern und geladenen Gästen.

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Eine halbe Stunde vor Beginn der Vorstellung trafen die Schauspieler ein und ließen sich im vorbereiteten Bereich fotografieren. Die Handlung des Films ist einfach, fast wie in einer Fabel oder in einem Märchen. Er erzählt die Geschichte von drei Freunden, die gerade dreißig geworden sind und ihr Leben auf einer Bank in einem Stadtviertel, mitten in der alltäglichen Monotonie, verbringen. Dabei trinken sie Bier und essen Schokolade, Tag für Tag. Alles scheint so, als ob ihr Leben dazu verurteilt ist, für immer so weiter zu gehen. Bis zu dem Moment als Roberto Carlos, einer der drei Freunde, beginnt, mit Sunci auszugehen. Dies ist der entscheidende Punkt, der einen Wandel im Leben aller drei Freunde herbeiführt und das Gleichgewicht in ihrem Leben zerstört. Es ist eben genau in diesem Moment, als die drei Freunde beginnen, sich zu fragen, welche Zukunft sie auf dieser Bank erwartet. Der Film wurde mit einem kleinen Budget gedreht und ist nicht mehr, so sagt es der Regisseur selbst, als die Geschichte von drei Männern, die man in jeder Hauptstadt der Welt finden könnte. Vermutlich ist diese Möglichkeit zur Identifikation mit den Figuren genau das, was viele Zuschauer an diesem Film schätzen. Die Geschichte ist humorvoll, da die meiste Zeit mit andalusischem Akzent gesprochen wird und man einfache Personen sieht, die man in jeder Straße Sevillas trifft. Und doch ist sie manchmal etwas bitter, diese Geschichte von Menschen ohne einen Platz im Leben oder von denen, die diesen nur mit großer Mühe finden.

Sara Domínguez Martín

Übersetzt von

Björn Gillmann