Cécile Schneider: “Müll trennen reicht nicht!”Neuer Artikel

Artikel veröffentlicht am 20. November 2015
Aus der Community
Artikel veröffentlicht am 20. November 2015

SOS: Dieser Artikel wurde weder von einem Editor überarbeitet noch in einer Gruppe veröffentlicht.

Cécile ist das perfekte Beispiel, dass Generation Y nicht zwangsweise gelangweilt und apathisch den Herausforderungen unserer Zeit ins Auge schaut. Denn mit 25 hat die Deutsch-Französin bereits erkannt, dass Sie sich ganz praktisch gegen den Klimawandel einsetzen kann - als Mitglied der Initiative  “Progressistes pour le Climat”, als Bloggerin für “The Verb”, und als Mitarbeiterin der NGO “Conservation International” (CI).  Seit knapp zwei Jahren arbeitet Cécile für die Umwelt-NGO, wo sie ihre Expertise an der Schnittstelle zwischen Entwicklungsarbeit und Umweltschutz einbringt. Das Ziel von CI ist es nämlich, Menschen weiterhin natürliche Ressourcen nutzen zu lassen, um ihren Wohlstand zu verbessern. Aber dieser Wohlstand soll durch nachhaltiges Wachstum und durch eine umweltfreundliche Entwicklung geschaffen werden. Um dies zu erreichen sucht die Organisation nach innovative Lösungen, die im Feld getestet werden. Wenn diese Versuche erfolgreich sind, werden diese Maßnahmen breiter angewandt.  “Wenn wir zum Beispiel erfolgreiche Projekte zur nachhaltigen Produktion von Palmöl in Indonesien gefunden haben, ist es meine Aufgabe, die Ergebnisse der Projekte an Politiker in der EU und Mitgliedstaaten weiterzuleiten und sie in aktuellen politischen Entscheidungen einzubringen”, erklärt sie. “Mein Ziel ist es, dass Palmöl für europäische Verbraucher nachhaltig produziert wird, und keine Entwaldung mehr aus diesem Grund stattfindet.” COP21 - Große Erwartungen, kaum Ergebnisse? Cécile wird im Dezember an der COP21 teilnehmen. “Ich erwarte von der COP21 ein neues völkerrechtlich bindendes globales Klima-Abkommen, das ab 2020 das Kyoto-Protokoll ablös”  Doch es bleiben noch zahlreiche Herausforderungen. Vor allem werden alle Beteiligten sich erst auf grundsätzliche Fragen einigen müssen, die Entwicklungsländern von bereits entwickelten Länder noch trennt. Zum Beispiel fordern Staaten in Asien Entschädigungen für klimabedingte Katastrophen. Auch die Finanzierung von neuen Klima-Maßnahmen bleibt ein ganz erheblicher Streitpunkt. “Ich stelle mich darauf ein, dass es zwar ein Klima-Abkommen geben wird, das aber so vage formuliert wird, dass die kontroversen Punkte offen bleiben und später ausdiskutiert werden müssen.” Idealismus trifft auf  Realismus. Ein Aufruf an unsere Generation: Müll trennen reicht nicht! Cécile wünscht sich, dass nicht nur die Teilnehmer der COP21 sich engagieren. Vielmehr soll ein globales Bewusstsein in der Bevölkerung entstehen. Denn Sie glaubt, das viele Menschen es sich zu einfach machen: “Viele reden sich ein, wenn sie in Kreuzberg wohnen, den Müll  trennen und einen Jutebeutel tragen, haben sie ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Gesellschaft erfüllt.” Denn jedoch von uns sollte sich bewusst darüber sein, dass unsere alltäglichen Entscheidungen als Konsumenten Auswirkungen haben - für andere Staaten und für zukünftige  Generationen. Dieses Bewusstsein zu entwickeln ist aber ein “kulturelles Erziehungsproblem, das schon in den Schulkantinen angegangen werden muss.” Doch zu spät es ist nie, um umweltbewusster zu leben.