Cannes: and the winner is…

Artikel veröffentlicht am 29. Mai 2008
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Artikel veröffentlicht am 29. Mai 2008
Die Bühne auf dem Festival von Cannes war bei der Vergabe der Goldenen Palme überladen! Es war schließlich doch der Film von Laurent Cantet „Entre les murs“, der die höchste Auszeichnung erhielt. Die 25 Schüler vom Gymnasium Françoise Dolto (Paris) sind nicht umsonst zur kleinen Kreuzung gekommen.
Einer von ihnen vertraute sogar der Kamera von France 2 an, von nun an seinem bescheidenen Weg der filmischen Künste ein Stück weiter zu folgen.

Natürlich hatten wir von der Redaktion der Parisienne keine Chance, uns einen Film anzusehen. Lediglich die Elite aus Cannes war entsprechend privilegiert. Immerhin hatte sich die von Sean Penn angeführte Jury für Stimmeneinheit entschieden. Wenigstens konnten wir nachlesen und auch, dass die Zuschauer bei der Filmvorführung gelacht hatten. Und das ist schon mal ein gutes Zeichen!

Eine andere Auszeichnung für die Tricolore: ein besonderer Preis der Schauspielerin Catherine Deneuve für ihre Rolle im letzten Film von Arnaud Desplechin (Un Conte de Noël) sowie für ihren gesamten Werdegang.

Soweit die Franzosen.

Ah nein, ich vergaß zu präzisieren, dass seit 1987 kein französischer Film mehr mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurde (« Sous le soleil de Satan » von Maurice Pialat).

Es wäre schade gewesen, dieses Ereignis nicht zu betonen!

Von Nord nach Sued durch den Osten

Auf der Siegerliste fand man auch Belgien mit « Le Silence de Lorna » von den Brüdern Dardennes, die für das Drehbuch ausgezeichnet wurden.

Der Grand Prix wurde an den italienischen Filmemacher Mattero Garrone für « Gomorra » vergeben. Und die Türkei hatte auch die Ehre, indem man Nuri Bilge Celan für dessen Film « Die drei Affen » den Preis für Regie überreichte.

Und der Kosovo im Rampenlicht

Die kosovarische Schauspielerin Arta Dobroshi wurde auf dem Festival von Cannes stark wahrgenommen. Sie spielt eine junge Albanerin in « Le Silence de Lorna » von den Brüdern Dardennes. Somit hat man für einige Tage die geopolitische Vertracktheit des kleinen kosovarischen Staates verdrängt, um sich auf den Enthusiasmus und auf das bezaubernde Lachen dieser jungen Schauspielerin zu konzentrieren.

Haude-Marie Thomas

Traduction de Matthias-Jakob Becker