Brian Wheeler über das Leben eines MEP

Artikel veröffentlicht am 19. Februar 2009
Artikel veröffentlicht am 19. Februar 2009
Eine Woche lang hat der BBC-Politreporter Brian Wheeler britische Europaparlamentarier beschattet. Er glaubt, ihr Leben sei „anders als wir meinen“.

Nach Wheeler ist es unüblich, den MEPs in den futuristischen Gebäuden zu folgen, in denen sie arbeiten. Die Übernahme eines neuen Vokabulars und eines anderen Stils scheint auch eine Herausforderung darzustellen: Die Mitglieder des Europaparlaments zeigen weniger Humor als die Abgeordneten des britischen Parlaments. Außerdem betont er, das Wort Kompromiss sei in dem Parlament ohne Regierungspartei oder Opposition „kein Schimpfwort“. Im Gegensatz zur öffentlichen Meinung sind die MEPs überzeugt davon, mehr Macht zu haben als gewöhnliche Abgeordnete im heimischen Parlament, sie sind aber auch weniger rechenschaftspflichtig.

Wheeler berichtet, die britischen MEPs beklagten sich über den „Zwang zur Reise“ nach Straßburg sowie über mangelnde Aufmerksamkeit durch die Medien. Bis zu einem Verständnis für die Arbeit des Europaparlaments ist es anscheinend für die Öffentlichkeit und selbst für Lobbyisten noch ein langer Weg.