Bratislava, ein aufstrebender Schmetterling

Artikel veröffentlicht am 28. August 2005
Artikel veröffentlicht am 28. August 2005

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Bratislavas hat seine kommunistische Vergangenheit trotz der abgenutzten Infrastruktur schnell überwunden und offenbart sich als lebhafte und gastfreundliche Stadt.

Was würdest du tun, wenn du die Möglichkeit hättest für ein Jahr in Bratislava zu studieren oder zu arbeiten? Würde dich das reizen? Wahrscheinlich hast nur sehr wenig von Bratislava bzw. der Slowakei gehört.

Als ich vor drei Jahren von Kalifornien nach Bratislava zog, wusste ich so gut wie gar nichts über die Stadt, aber eines war sehr deutlich bei meiner Ankunft: Bratislava war inmitten einer großen Veränderung. Was immer es gewesen war oder wie auch immer es ausgesehen hatte, die Gerüste vor den Gebäuden, die Straßenarbeiten und die Baustellen erzählten von einer Stadt, die sich einreihen will neben anderen prächtigen europäischen Hauptstädten; nicht nur im ästhetischen Sinne, sondern auch politisch.

Natürlich wusste ich, dass Bratislava die Hauptstadt eines ehemals kommunistischen Landes war und ich war neugierig, in wie weit die kommunistische Vergangenheit das heutige Bratislava beeinflusst hatte. In der malerischen Altstadt, mit ihren verwinkelten Straßen und hellen Fassaden, sieht man wenige offensichtliche Zeichen dieser Zeit. Der Eindruck hält an, bis man zum Stadtschloß hochschlendert und erst einmal eine mehrspurige Straße überqueren muss, die im Kommunismus erbaut wurde. Ist man einmal auf dem Hügel, auf dem sich die Burg befindet, gibt die Stadt sehr klar ihre zwei Seiten preis. Einerseits gibt es da die Altstadt, andererseits gibt es viel Beton und himmelhohe Plattenbauten, die der Mehrheit der Einwohnen Bratislavas als Obdach dienen.

Begeisterung für die Zukunft

Obwohl es keine offenkundige Nostalgie für die kommunistische Zeit gibt und viele gerne vergessen und nach vorne schauen, erinnert doch viele ältere Leute, dass das Leben im Kommunismus nicht nur schlecht war. Die politischen und wirtschaftlichen Veränderungen, die die Slowakei erfährt nach dem plötzlichen Ende des Kommunismus erfahrt, sind teilweise sehr hart für die Bevölkerung. Je länger ich in Bratislava lebe, desto mehr verstehe ich, dass sich die Begeisterung für Veränderung und Wachstum in den Menschen widerspiegelt. Viele Slowaken sind sehr darauf bedacht, ihre Ausbildung und Erfahrungen zu erweitern, indem sie reisen, Fremdsprachen lernen und zeigen, dass sie tolerant sind und sehr motiviert, ein gutes Geschäftsklima in der Slowakei zu schaffen. In dem Maße, wie die Verwandlung voranschreitet, wächst auch die Zuversicht, dass Bratislava seinen Platz zwischen den anderen Hauptstädten der Europäischen Union einnehmen wird. Dieser Begeisterung für positive Veränderungen macht aus Bratislava einen großartigen Platz zum Leben.

PRAKTISCHE INFORMATIONEN

Sprache:

Slowakisch ist eine schwierige Sprache, vor allem, wenn man keine Kenntnisse einer anderen slawischen Sprache besitzt. Falls du einen Ort suchst, wo man englisch sprechen kann, versuche es im Irish Pub „ The Dubliner“ in der Altstadt.

Hochschulen:

In Bratislava gibt es die Comenius Universität, die Slowakische Technische Universität und die Wirtschaftsuniversität. Das Institut für Sprachen und Studienvorbereitung für ausländische Studenten (Šoltésovej 4) an der Comenius Universität bietet die besten slowakischen Sprachkurse an.

Der besondere Ort:

Galéria Duna ist ein Club, der sich in einem ehemaligen unterirdischen Atombunker befindet (Radlinského 11).

Machen:

Beim Spaziergang durch die historische Altstadt und ein Restaurant finden, das das slowakische Nationalgericht „Bryndzove Halusky“ serviert: Gekochte Klödel mit Schafskäse und Speck. Köstlich!

Bleibenlassen:

In Euro zahlen. Einige der größeren Einzelhandelsketten und Restaurants in Bratislava akzeptieren zwar Euro, aber man zahlt oft einen überhöhten Preis. Am besten man wechselt seine Euros bei einer Bank in slowakische Kronen.

Unterkunft:

Die Kosten für eine Ein-Zimmer-Wohnung belaufen sich auf 8000 bis 10000 Kronen (200 bis 260 Euro) pro Monat. Annoncen finden sich auf www.reality.sk.