Berlin Jukebox: Frauenbande 

Artikel veröffentlicht am 14. September 2014
Artikel veröffentlicht am 14. September 2014

Sie sind nicht einfach nur für ihr Aussehen bekannt und singen auch keine mittelmäßigen Songs. Vielmehr produzieren sie stilvolle Musik und intelligente Texte, die eben nicht inhaltsleer und qualitätsfrei sind: Berliner Musikerinnen. Zeit für eine Hörprobe!

Vivian van der Spree beschreibt Episoden aus dem Großstadtleben und Berlin ist ihre Quelle. Mit ihrer jazzigen Popmusik blickt sie ironisch auf den Berliner Alltag. Vivian van der Spree, Zurück in Berlin (2013).

Auch Sookee schaut genauer auf das Großstadtleben und hinterfragt in ihren Lyrics Machtstrukturen und Sexismus. Jede Person ist für sie vor allem ein Mensch – und die sind alle einfach komisch. Sookee, Menschen sind komisch (2014).

Justine Electra wechselt ständig ihren Stil und manchmal mischt sie Sachen, die scheinbar nicht zusammen gehören. Doch wer glaubt, dass die Musik deshalb nichts taugt, der sollte sich eines Besseren belehren lassen. Justine Electra, Great Skate Date (2013).

Ob Geschlechterrollen, zwischenmenschliche Beziehungen, gesellschaftliche Konventionen oder Gefühle: Mit ihren Texten und ihrer Musik betreiben Laing fast schon Feldforschung und machen Sozialstudien. So kennen sie alle Typen von Männern in der städtischen Wildnis. Ab geht es mit dem Quartett auf Exkursion durch das urbane Nachtleben – poppiger Minimal-Elektro vom Feinsten. Laing, Safari (2014).

Steffi hat sich in der Techno-Szene bereits einen Namen gemacht, ist Resident DJ im Berghain und Produzentin für Ostgut Ton. Kein Wunder, dass Steffi mit Piem zu intensiven Late-Night Höhen schwingt. Im November erscheint ihr zweites Studioalbum. Steffi, Piem (2011).

SchmitzKatze dagegen ist erst seit 2010 in der deutschen Elektro-Szene unterwegs, doch seitdem macht auch sie ihren männlichen Kollegen Konkurrenz – vor allem in Berlin. Schmitzkatze, Berliner Summer Rave (2013).

Ihre Tracks liegen zwischen Minimal, Techno und auch House und waren bis jetzt eher etwas für Clubs, nun aber beweist Dinky ihre Vielseitigkeit: Auf ihrem neuesten Album fokussiert sie sich auf Stimme und Melodien. Wer dennoch lieber zu ihrer Musik tanzen möchte, für den gibt es auch hervorragende Remixe. Dinky, Falling Angel (2013).

Cafébabel Berlin schmeißt die Jukebox an

Keine Lust mehr auf die immer gleichen Tophits, Radioschleifen oder Spotify-Playlists? Ab April 2014 stellen wir euch in der Rubrik Jukebox junge Musiker, DJs und Live Acts aus Berlin vor, die noch Unerhörtes zu bieten haben. Mehr Tracks und Playlists gibt es auf Facebook und Twitter.