Berlin Jukebox: David Bowie in Berlin

Artikel veröffentlicht am 4. Juni 2014
Artikel veröffentlicht am 4. Juni 2014

Wie sähe eine Welt ohne Ziggy Stardust aus? Man muss nicht in den 1970ern jung gewesen sein, um den monumentalen Einfluss David Bowies auf die Popkultur und damit unser aller Leben zu begreifen. Der Berliner Martin-Gropius-Bau widmet dem englischen Megastar bis zum 10. August eine multimediale Retrospektive der musikalischen Superlative. Cafébabel Berlin liefert den passenden Soundtrack dazu.

Bowies erster von Berlin inspirierter Hit "Sound and Vision" auf dem Album Low (1977) leitete eine neue, minimalistischere Phase im Schaffen des Pop-Erneuerers ein. 

Die deutschen Elektro-Erfinder Kraftwerk gehören zu den wichtigsten musikalischen Einflüssen in Bowies Berlinjahren. "Autobahn" auf dem gleichnamigen Album (1974) ist mittlerweile Kult. 

"Heroes", vom gleichnamigen zweiten Album (1977) der Berlin-Trilogie, wurde in den Folgejahren zu einem der größten Bowie-Hits. 

Während seiner Berlinjahre arbeitete Bowie vor allem mit Brian Eno, der auch deutsche experimentelle Bands wie Harmonia produzierte. Harmonia/Eno: "By the Riverside", 1976.

Die Single "Move On" auf dem Album Lodger (1979), dem dritten Teil der Berlin-Trilogie, läutete die Anknüpfung an frühere, weniger elektronische Zeiten ein. 

"Red Money" (1979) stammt zumindest teilweise aus der Feder von Iggy Pop, der zeitgleich mit Bowie in Berlin lebte und seine Drogensucht zu bekämpfen suchte. 

David Bowie war auch an Iggy Pops Hit-Single "China Girl" von dessen Album The Idiot (1977) beteiligt.

Einer der unzweifelhaft größten Bowie-Hits aus der Berlinzeit ist "Boys Keep Swinging" auf dem Album Lodger (1979). 

Auch die Single "DJ" (1979) wurde ein Herzstück des David-Bowie-Welterfolgs.

"Space Oddity" (1969) entstand zwar lange vor Bowies Berlin-Zeit, leitete aber seine Karriere als Popsuperstar ein und führte zu den Exzessen, die ihn später nach Berlin führen sollten. Und außerdem ist dieser Song einfach zu schön, als dass man ihn aus einer David Bowie-Playlist herauslassen könnte. 

Wer Bowie in Berlin sehen will, hat noch bis zum 10. August 2014 Zeit, sich von Ziggy Stardust, Major Tom und the Thin White Duke verführen zu lassen. 

CAFÉBABEL BERLIN SCHMEISST DIE JUKEBOX AN

Keine Lust mehr auf die immer gleichen Tophits, Radioschleifen oder Spotify-Playlists? Ab April 2014 stellen wir euch in der Rubrik Jukebox junge Musiker, DJs und Live Acts aus Berlin vor, die noch Unerhörtes zu bieten haben. Mehr Tracks und Playlists gibt es auf Facebook und Twitter