Berlin Jukebox: Aantigen

Artikel veröffentlicht am 10. April 2014
Artikel veröffentlicht am 10. April 2014

Wer elek­tro­ni­sche Musik mag, kommt in Ber­lin voll auf seine Kos­ten. Bei so vie­len DJs, Ar­tists und Live Acts kann man aber schnell mal den Über­blick ver­lie­ren. Des­we­gen stel­len wir euch AAn­ti­Gen vor:  elek­tro­ni­sche Klän­ge vom Feins­ten mit Fremd­lau­ten, Ber­li­ner Groove und einer Prise Un­der­ground. Tune in.

Trei­ben­de Beats, Sphä­ren­klän­ge und Fremd­lau­te: Die elek­tro­ni­sche Musik, die der Wahl­ber­li­ner AAn­ti­Gen seit ei­ni­gen Jah­ren pro­du­ziert, lässt eine bunte mu­si­ka­li­sche So­zia­li­sie­rung er­ken­nen. Wäh­rend alles ganz brav mit Block­flö­te und Kla­vier be­gann, kamen spä­ter Hip Hop, Folk, Tech­no und Rei­sen durch die ganze Welt hinzu. Mitt­ler­wei­le si­tu­iert sich AAn­ti­Gen im Be­reich Deep House, Tech­no und Elec­tro­ni­ca. Das Auf­le­gen in Clubs ist dabei eher ein Zeit­ver­treib, denn AAn­ti­Gen geht es vor allem darum, seine ei­ge­ne Musik zu pro­du­zie­ren. Und die ge­fällt: Im Mai 2014 ist ein Re­lease ei­ni­ger sei­ner Tracks bei den Ber­li­ner La­beln Klang­wild, Tel­ler­rand Rec. und dem Baum­Baum Label ge­plant und auch seine Live Sets in ver­schie­dens­ten Ber­lin Clubs wer­den immer häu­fi­ger. Für AAn­ti­Gen zählt aber wei­ter­hin vor allem der Spaß an der Musik - sein ei­ge­ner und der aller Club­gän­ger. 

Frisch aus dem Friech­richs­hain. AAn­ti­Gen: Dr. Em­me_Ba­gak Remix (2014). 

Wie wür­dest du dei­nen Stil be­schrei­ben?

AAn­ti­Gen: Ich mache elek­tro­ni­sche Tanz­mu­sik im 4/4-Takt, die meist einen Hang zu Me­lan­cho­lie und Tiefe hat und we­ni­ger in Rich­tung happy sunshi­ne tech­no geht. Zu Be­ginn mei­ner elek­tro­ni­schen Pro­duk­ti­ons­zeit, bei äl­te­ren Tracks, hört man oft noch Ein­flüs­se von mei­ner Sin­ger-Song­wi­ter-Vor­ge­schich­te, also Gi­tar­re und Ge­sang. Das wurde dann aber immer we­ni­ger. Me­lo­di­en mag ich immer noch - aber bitte nicht zu pop­pig! 

Wie lange legst du schon wo auf?

AAn­ti­Gen: Musik mache ich schon immer, aber elek­tro­ni­sche erst seit ca. fünf Jah­ren. Als DJ bin ich seit un­ge­fähr zwei Jah­ren aktiv, vor allem in Bars und Clubs wie dem Brun­nen70 im Wed­ding oder dem Cräck Bell­mer in Fried­richs­hain. Aber das sind alles flie­ßen­de Über­gän­ge, ich habe auch schon in mei­ner Ju­gend öfter mal an Plat­ten­spie­lern rum­gefum­melt. Ber­lin, die Clubs und die Men­schen hier haben mich stark be­ein­flusst, ich war aber nie ein Mu­sik­nerd, der alle Bands, Pro­du­zen­ten und DJs kennt, son­dern bin eher frei an das Ganze heran ge­gan­gen.

Was ist die Ber­li­ner Club­sze­ne für dich?

AAn­ti­Gen: Ein Stück­chen Frei­heit, in der man sich fin­den und ver­lie­ren, weg­bal­lern und ver­lie­ben, drei Tage tan­zen und im Club schla­fen, zu zehnt aufs Klo gehen, Freun­de und Fein­de ma­chen kann. Das gibt es so sonst nir­gend­wo auf der Welt.  

Frisch von der Tanz­flä­che. AAn­ti­Gen: Dance­floor Me­di­ta­ti­on (2014). 

CAFÉBABEL BER­LIN SCHMEISST DIE JUKE­BOX An

Keine Lust mehr auf die immer glei­chen To­phits, Ra­di­o­schlei­fen oder Spo­ti­fy-Play­lists? Ab April 2014 stel­len wir euch in der Ru­brik Juke­box junge Mu­si­ker, DJs und Live Acts aus Ber­lin vor, die noch Un­er­hör­tes zu bie­ten haben. Mehr Tracks und Play­lists gibt es auf Face­book und Twit­ter