Barcelona erleben

Artikel veröffentlicht am 28. August 2005
Artikel veröffentlicht am 28. August 2005

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Katalanische Avantgarde-Künstler wie Miro, Dali und Gaudi haben Barcelona als modernen, kulturellen Pionier auf die Landkarte gesetzt. Doch die Stadt hat mehr zu bieten als nur eine fabelhafte Kunstszene.

Für einen Wochenendtrip ist Barcelona das ideale Ziel: Hier findet man Meer und Berge, eine hervorragende internationale und traditionell-katalanische Küche, ein hedonistisches Nachtleben und eine Fülle von ausgefallenen kulturellen Aktivitäten. Doch auch als langfristiger Wohnort ist Barcelona sehr empfehlenswert. Sobald man die touristische Oberfläche der Stadt durchbrochen hat kommt Barcelonas reicher historischer Hintergrund zum Vorschein und ermöglicht ein besseres Verstehen des feurigen Minderheits-Nationalismus, welcher der Stadt und ihren Einwohnern den typischen Charakter verleiht.

Der katalanische Einfluss

Katalanisch zu lernen ist ratsam wenn man vorhat, in einem Teil von Katalonien zu leben. Während die Region offiziell zweisprachig ist (sowohl Spanisch als auch Katalanisch sind Amtssprache), sprechen die Katalanen normalerweise Katalanisch miteinander. Doch dies sollte nicht abschreckend wirken – im Gegenteil, Katalanisch ist eine klanglich reizvolle Sprache, die vom Lateinischen abstammt und leicht zu lernen ist. Für gewöhnlich ermutigen die Katalanen Ausländer auf eine derart wilkommenheißende Art, die Sprache zu lernen, daß es den meisten Ausländern in Barcelona schwerfällt, nein zu sagen.

Abgesehen von ihrer eigenen Sprache haben die Katalanen auch ihre eigenen charakteristischen Merkmale, unter anderem einen redlichen Arbeitsethos und eine kosmopolitische Einstellung. Eine Bestätigung dieser Klischees lässt sich in vielen Bereichen von Barcelonas täglichen Abläufen beobachten, so z.B. im effizienten System der öffentlichen Verkehrsmittel, in den gut organisierten kulturellen Veranstaltungen, in Kataloniens dynamischer Regionalregierung (die Generalitat), und in einer zunehmend internationaler werdenden Bevölkerung. Auf der anderen Seite der Medaille neigen die Spanier aus den anderen spanischen Regionen dazu, die Katalanen als ein Volk zu sehen, das sich dem restlichen Spanien kulturell übergeordnet fühlt. Dieser vermeintliche Überlegenheitskomplex trifft sicherlich für die Mehrheit der Katalanen nicht zu, doch ist leicht zu erkennen, warum manche davon überzeugt sind – die katalanische Gesellschaft hat sich etwas von Spaniens Markenzeichen losgelöst, wie z.B. von Stierkämpfen und Flamenco, und konzentriert sich stattdessen auf ihre eigenen nationalen Symbole.

Anpassung notwendig

Abgesehen vom „Katalanismus“, gibt es viele andere kulturelle Aspekte in Barcelona, an die sich Ausländer gewöhnen werden müssen. Die Arbeits- und Essenszeiten unterscheiden sich beträchtlich von einigen anderen europäschen Ländern. Es ist ziemlich normal, erst um 22 Uhr Essen zu gehen. Viele Läden halten noch immer die Siesta ein, obwohl die größeren Geschäfte den ganzen Tag geöffnet sind, und es ist eine Frage der Höflichkeit, einen Ladenbesitzer beim Betreten und Verlassen seines Ladens zu grüßen. Rauchen ist in den meisten öffentlichen Einrichtungen normal, auch in den meisten Banken und Geschäften.

Alle unumgänglichen Anpassungen bedeuten jedoch nur einen kleinen Preis, um in einer so wundervollen Stadt zu leben. Die Sonne scheint das ganze Jahr, das Essen ist vorzüglich und die Leute lieben Gespräche und Geselligkeit. In Barcelona zu leben ist wirklich eine bereichernde Erfahrung, und falls es das Ziel der Katalanen ist, den Rest der Welt für sich zu gewinnen, dann haben sie einen guten Anfang gemacht!

PRAKTISCHE INFORMATIONEN

Sprache:

Die Universitat de Barcelona bietet hervorragende Katalanisch- und Spanischkurse zu annehmbaren Preisen sowohl für Studenten als auch für Nicht-Studenten an. Falls Ihr vorhabt, englischsprachige Leute kennen zu lernen, schaut bei www.barcelonaconnect.com vorbei, eine Webseite die sich um die praktischen und sozialen Bedürfnisse von Ausländern in Barcelona kümmert.

Hochschulen:

Die großen Universitäten sind die UB, UAB, UPC, UPF, und Ramon Llull. Viele bieten zusätzlich Sommer- und Sprachkurse an. Darüber hinaus gibt es ein breites Erasmusangebot an diesen Unis.

Der besondere Ort:

Das Restaurant Els Quatre Gats, C/Montsio 3 (Metro Station: Catalunya) – ist ein kleines Lokal, das katalanische Gerichte serviert. Lieblingstreff von Picasso und seinen Zeitgenossen!

Machen:

Ein Besuch auf dem Tibidabo-Berg im Norden der Stadt, um Barcelonas eigene Rio-ähnliche Jesusstatue von der Nähe zu betrachten und für eine atemberaubende Aussicht über die Stadt und das Hinterland. Mit dem FGC-Zug von der Placa Catalunya zu erreichen.

Bleibenlassen:

Gebt Euch nicht mit dem ersten Stückchen Strand, an dem Ihr von der Stadt aus ankommt, zufrieden. Dieser Strandteil ist ständig überfüllt, wohingegen Ihr nur einen Steinwurf entfernt einen wunderbar einsamen und sauberen Strand finden könnt.

Unterkunft:

Studentenwohnheime: www.resa.es - ein Privatunternehmen mit mehreren Wohnheimen von hoher Qualität in Barcelona.

Wohngemeinschaften: www.barcelonaconnect.com oder Kleinanzeigen im Büro des Barcelona Student Housing Service in C/Calabria 147. Die Barcelona Centre Universitari kann sowohl bei WGs als auch Studentenwohnheimen helfen.

als auch Studentenwohnheimen helfen.