Backenbarsch kontra Kopftuch

Artikel veröffentlicht am 15. Oktober 2008
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Artikel veröffentlicht am 15. Oktober 2008
Seit 2002 bin ich Taucher und gerade war ich wieder eine Woche in Hurghada am Roten Meer. Viele Tauchplätze werden auch gerne von Schnorchelbooten angefahren. Besonders beliebt sind Godda Abu Ramada und Carlos Corner. Schnell liegen dort manchmal bis zu 20 Boote vor Anker. Diese Tauchplätze sind traumhaft und bei stärkerem Wind gut vor Welle geschützt.
Mitunter bekommt man eigentümliche Dinge zu sehen. Als Backenbarsch bezeichnet der Taucher vornehmlich osteuropäische Schnorchlerinnen, die diese Tauchplätze rund um Hurghada unsicher machen. Schnorchelnde Backenbarsche

Ein Backenbarsch steigt aus dem WasserNun ist Ägypten eigentlich ein muslimisches Land und daher sind dort die Frauen normalerweise eher verhüllt als halbnackt unterwegs. An den Anblick von Frauen in Bikini und Badeanzug sind die Einheimischen, zumindest die Bordbesatzungen und die Hotelmitarbeiter gewohnt. Ob man allerdings unbedingt im String zum Schnorcheln gehen muss, ist fraglich. Ein wenig Respekt vor den Gepflogenheiten des Landes sollte man irgendwie schon haben, oder?

Ein besonders krasses Beispiel der kulturellen Gegensätze habe ich am letzten Tag am Pool entdeckt. Das eine Pärchen aus Russland, sie im Stringtanga und ohne Oberteil. Das andere Paar aus Ägypten, die Frau mit langem Kleid und Kopftuch. Verrückte Welt, oder? Kulturelle Gegensätze am Pool