Babel Balkan Experience

Artikel veröffentlicht am 19. Juni 2011
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Artikel veröffentlicht am 19. Juni 2011
20 Jahre nach dem Beginn des Zerfalls der Sozialistisch Föderativen Republik Jugoslawien starten wir (Axel und Christian), zwei Studenten der Hochschule Magdeburg-Stendal einen Eisenbahn-Trip, der uns in das Herz des Balkans führen soll. Unsere Reise wird uns von Slowenien über Kroatien, durch die Gebirge und Wälder Bosniens und Herzegowinas bis hin nach Montenegro führen.
Von dort aus geht es weiter nach Serbien, Mazedonien und schließlich in den Kosovo. In den heute unabhängigen Staaten der ehemaligen SFR Jugoslawien treffen wir eine neue, junge Journalistenriege – von uns Balkan-Babelianer getauft. Diese Redakteure und Blogger verfolgen das Ziel, von aktuellen Themen und Events ihrer jeweiligen Wirkungsstätten zu berichten. Von cafebabel erhalten sie die Unterstützung, um ihre Vorhaben umzusetzen. Wir sind Unterwegs um ebendiese Redakteure und Blogger zu besuchen und sie über das Leben auf dem Balkan, deren Motivation und zur Arbeit mit cafebabel.com auszuquetschen. cafebabel, welches selbst seit einiger Zeit mit dem ‘‘Orient-Express‘‘-Projekt auf dem Balkan tätig ist, war auch bereit uns mit diesem Blog und vielen nützlichen Kontakten zu unterstützen. Unsere Motivation begründet sich aus der Tatsache, dass diese Region immer noch eine der Schönsten und unverfälschtesten Europas ist und wir an das babelianische Konzept, des paneuropäischen Austauschs glauben. Unterstützt werden wir dabei von cafebabel in Person von Katharina Kloss und Nabeelah Shabbir, welche uns auch als erste für ein Interview bereit stand.

Wir trafen Nabeelah, eine junge aufgeweckte Britin pakistanscher Abstammung in Ljubljana, unserer ersten Station. Dort war sie damit betreut das ‘‘Green Europe on the Ground‘‘-Projekt zu managen. Da Nabeelah zudem die Lokführerin des Orient-Express und preisegekrönte Autorin eines Artikel über den Kosovo ist, waren wir über diesen ersten Kontakt sehr dankbar. Wie wir war sie ebenfalls von Beginn an vom Prinzip der Internetplattform beeindruckt, auch wenn es sich bei cafebabel, so meint sie um eine „utopische Konstruktion“ handelt, da die Inhalte in sechs verschiedenen Sprachen veröffentlicht werden. „Meiner Meinung nach ist der wichtigste Aspekt von cafebabel das Anstoßen von Debatten und der Versuch das Sprachrohr einer jungen interessierten Generation von Europäern zu sein.“ so Nabeelah weiter.

Im Verlauf des Gesprächs erklärte uns die Britin, was den Balkan so besonders macht:  „Die Tatsache, dass zwei der fünf Artikel aus unserer Kosovo-Reihe ausgezeichnet wurden, veranlasste uns dazu mit dem Balkan-Netzwerk, das wir bis dahin aufgebaut hatten in Kontakt zu bleiben. Aus diesem Grund haben wir jetzt auf dem Balkan auch einige Babelianer. Der Balkan ist eine sehr spezielle und aufregende Region. Von hier gibt es so viele faszinierende Stories zu erzählen. Das meine ich nicht nur auf politischer Ebene. Die Kulturen der einzelnen Länder sind alle ähnlich und auf einer fundamentalen Ebene sprechen alle die gleiche Sprache. Und doch sind mittlerweile sieben Staaten aus dem ehemaligen Jugoslawien hervorgegangen. Natürlich ist auch die politische Situation sehr interessant. Themen wie  Serbiens EU-Beitritt oder der Streit zwischen Mazedonien und Griechenland beschäftigen uns gleichermaßen. Ich wünschte wir hätten mehr Macht, solch politische Fragen zu beeinflussen. Gleichzeitig denke ich aber, dass cafebabel.com mit dem ansprechen solcher Themen einen Nerv trifft und so vielleicht doch dazu beiträgt das etwas ins Rollen kommt.

Christian Geipel