Auf zum Euroshopping!

Artikel veröffentlicht am 10. Januar 2006
Artikel veröffentlicht am 10. Januar 2006

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Zwei Dinge haben viele Länder Europas gemeinsam: Den Schlussverkauf nach Weihnachten und Städte, die voll mit aufregenden Läden sind. Zeit, auf europäische Schnäppchenjagd zu gehen.

Zwar kann café babel seinen Lesern keinen Einkaufsberater bieten, der wie in den Straßen Manhattans die Kunden in die Geschäfte begleitet, noch Kreditkarten wie die American Express Black zur Verfügung stellen. Aber wer für die Wochen des Schlussverkaufs als Tourist auf Shoppingtour gehen will, findet hier ein paar Tipps, wo sich die besten – und billigsten – Einkaufsmeilen Europas finden.

Italien: Zielort Zentrum

Italien ist gleich Mode? Wenn man für ein Mal die Shopping-Tempel wie die Via Montenapoleonea in Mailand oder die Via Condotti in Rom außer Acht läßt, kann man Neues entdecken. Bologna zum Beispiel! Bologna ist eine Universitätsstadt: jung und vielseitig. Hier, wie beinahe überall in Italien, beginnen die ersten Schlussverkäufe während Drei König, offiziell aber erst am 9. Januar, und sie ziehen sich in einer Fülle von Angeboten bis Ende Februar hin.

Nach Bologna gehen heißt, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Das Shopping-Wochenende kann man mit Gaumenfreuden verbinden, schließlich ist die Region um Bologna die Heimat von Tortellini, Lasagne, Wurstwaren und gutem Wein. Ideal ist es, sich in einem B&B (Bead and Breakfast) einzuquartieren. Die Auswahl ist groß und die Familie, die Quartier bietet, hat sicher die besten Infos über gute Restaurants und Bars. In Bologna ist die zentral gelegene Via Indipendenza die Shopping-Straße überhaupt: Sie ist voll von Schaufenstern der berühmtesten italienischen Markennamen – Damen kommen voll auf ihre Kosten. Die besten Einkäufe macht man aber auf den kleinen Märkten: Die Preise sind immer angemessen und können während des Schlussverkaufs nur noch besser werden. Und wer ein bisschen stöbern will, begibt sich am besten am Freitag und Samstag zum Montagnola-Markt auf der Piazza VIII Agosto. Dieser Markt bietet vorwiegend Kleider, auch Markenkleider, aber zu optimalen Preisen. In diesen Marktständen finden sich auch seltene Fundstücke: afrikanisches Kunsthandwerk, indianische Kleidung, Secondhand-Klamotten und andere Trouvaillen.

Bologna ist nur eine Stunde von Florenz entfernt, ein Abstecher in die Toscana ist also Pflicht. Während man an den Wunderwerken der Baukunst entlangspaziert, kann man sehr gut einkaufen: In der Via Tornabuoni und in der Via Calzaiuoli findet man die Geschäfte berühmter italienischer Designer wie Armani, Prada, Dolce &Gabbana. Das Non plus Ultra ist es aber, sich in Florenz eine Tasche zu kaufen: Die Toskaner sind die Meister in der Lederverarbeitung, und in den Ateliers im Zentrum der Stadt findet man bestimmt die Jacke oder den Gürtel, die zu einem passen... Kaufanfällige seien vorgewarnt!

Perlen des Ostens : Budapest und Prag

Mit einem Billigflieger kann man Budapest von London, Rom oder Paris aus in zwei Stunden erreichen. Dann heißt es aber, sich beeilen, denn der Schlussverkauf hat dort bereits am 27. Dezember begonnen. Und wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Der Osten ist etwas Besonderes: Außer den international bekannten Marken kann man auch Marken finden, die vor Ort hergestellt werden. Shoppen kann man vor allem in den Kaufhäusern und deshalb sind es vor allem drei Adressen, die man sich merken sollte: "Vàci Utca" für den Liebhaber von Glamour, für Hip-Hop-Fans das "Westend City Center", und das "Asia Center", das für seine Niedrigpreise bekannt ist. Billige Angebote für Hotels in der Stadt gibt's unter www.besthostel.hu.

Eine andere Perle des Ostens ist mit Billigflügen bequem zu erreichen: Prag. Am Wenzels-Platz und der Avenue Narodni Trida gibt es die größte Auswahl an Geschäften, aber wegen ihrer zentralen Lage sind die Preise dort ziemlich hoch. Deshalb sollte man sich in den weniger touristischen Strassen umsehen: Prag ist voll mit jugendlicher Subkultur, und es wimmelt von Läden, in denen man verschiedene führende Marken finden kann. Und schließlich ist Prag nicht nur eine magische Shopping-Stadt. Unter www.myczechrepublic.com/it/index.html bekommt man nützliche Ratschläge, um den Aufenthalt zu organisieren und die gewünschte Unterkunft zu finden.

England: Eile ist angesagt

Jedermann kennt London, mit der Oxford Street die traditionelle Hauptstadt des Shoppings. Deshalb auf nach Manchester ! Hier findet man die größte Auswahl an Second Hand-Klamotten in ganz England, alles im Stil der 60er, 70er und 80er Jahre. Trendiges gibt's unter www.stilemod.it/stilemod/index.html oder www.vintage.com.

Der Schlussverkauf in Manchester beginnt, wie fast überall in England, gleich nach Weihnachten. Deshalb sollte man sich beeilen, um noch ein paar gute Schnäppchen zu machen. Im Nother Quarter findet man eine zahlreiche Artikel der Label Oxfam Originals, My Goodniss! und Pop Boutique. Für den, der noch nicht genug hat, gibt es unter www.afflecks-palace.co.uk mehr über den "Affleck's Palace", der der renommierten "Camden Town" in London in nichts nachsteht. Da die ganze Stadt mit Tausenden von Geschäften durchzogen ist, ist es am besten, sich einen guten Stadtplan der Innenstadt zu besorgen und auf Schnäppchenjagd zu gehen. In Manchester kann man in der Jugendherberge übernachten, die an der Potato Wharf liegt, einem hübschen Quartier mit vielen sympathischen kleinen Lokalen.

Barcelona: noch mehr Angebote

In den letzten Jahren hat auch Spanien den Sprung in den Modeolymp geschafft: Namen wie Camper, Custo Dalmau und Antoni Miro haben den spanischen Stil zum Kult gemacht. Der Schlussverkauf beginnt am 7. Januar und durchläuft verschiedene Phasen: In den ersten Tagen sind es 30%, bis Ende Februar 70 - 80%! Obligate Stationen sind die "Passeig de Gràcia", "Rambla Catalunya" und die Pelayo-Strasse. Von den Geschäften der großen Stylisten bis zu den günstigten, internationalen Firmen und den Hemden von Custo findet man wirklich alles.

Wer keine Lust hat, sich die Füße wund zu laufen, dem raten wir, sich in die Kaufhäuser zu begeben. Das berühmteste ist sicher das "Corto Inglés", aber auch "la Maquinista" und "Illa Diagonal" haben einiges zu bieten. Um alles in Reichweite zu haben, ist es am Besten, sich in die Hände der "Passeig de Gràcia" zu begeben. Außer einem angenehmen Hotel kann man da auch auf die Nähe von Geschäften und Restaurants zählen. Und das alles im Herz der katalanischen Hauptstadt.

Autoren dieses Artikels sind die Korrespondenten Letizia Gambini aus Florenz, Judit Jàradi aus Budapest, Miriam Rodrìguez aus Barcelona, Lindsey Evans aus Manchester und Andrea Vialkovà aus Prag.