April, April: Wir haben (ein bisschen) geschwindelt

Artikel veröffentlicht am 1. April 2016
Artikel veröffentlicht am 1. April 2016

Normal, auch cafébabel konnte dem traditionellen Aprilscherzen am heutigen Tag nicht widerstehen. Ja, wir haben ein bisschen über die Stränge geschlagen - und nein, wir hören nicht auf. Ganz im Gegenteil. Trotzdem wollten wir nicht um den heißen Brei reden: ein Europamagazin ist ein täglicher Challenge. Und wer zuletzt lacht, lacht am besten.

Liebe Leser,

vielleicht seid ihr heute Morgen über unseren Aprilscherz gestolpert, in dem erklärt wurde, dass cafébabel im November dieses Jahres das Handtuch schmeißt. Aber tief durchatmen, es war zum Glück nur ein Aprilscherz.

Wir sind also weiterhin für euch in Europa unterwegs und motivierter als je zuvor, unser Europamagazin in diesen spannenden Zeiten des medialen Wandels weiterzuentwickeln. Für 2016, das Jahr, in dem wir 15 Jahre Existenz feiern, haben wir eine lange Liste neuer spannender Projekte im Kopf und hoffentlich bald auch auf der Homepage.

Da wäre zunächst die nächste Reportagereise im Rahmen unserer Serie EUtoo, die uns in zwei Wochen nach Berlin führt, um Europas enttäuschte Jugend zu treffen. Aktuell schnibbeln wir außerdem an einem Video zum 15. Geburtstag von cafébabel. Auch unsere Local Teams gedeihen – aktueller Neuzugang ist cafébabel Aarhus in Dänemark, herzlich Willkommen. Und die Berliner bereiten nach dem Launch der Mind The Gap-Kolumne für mehr Gleichberechtigung in Europa ein spannendes Ebook für euch vor – ihr dürft gespannt sein. Besonders wollen wir auch auf unser italienisches Netzwerk hinweisen, das in seiner Leidenschaft für Europathemen im letzten Jahr regelrecht explodiert ist. Das Buchprojekt, von dem ihr vielleicht schon gelesen habt, ist auch kein Scherz, sondern glücklicherweise Realität. Wir arbeiten an unserer Crowdfunding-Kampagne, die ihr in den nächsten Wochen zu Augen bekommen solltet.

Dieser Aprilscherz sollte auch ein wenig daran erinnern, dass unabhängige Medien sehr anfällig sein können. Ein Europamagazin am Laufen zu halten, ist jeden Tag aufs Neue ein spannendes Unternehmen. Wir haben mit einem originellen Journalismus versucht innovativ zu sein: partizipativ, europäisch, mehrsprachig und freiwillig. In einem Kontext, in dem das europäische Projekt ganz schön hinkt und die öffentlichen Finanzierungen sich rarer machen, ist das Überleben eines Magazins wie cafébabel ein alltäglicher Challenge.

Dass cafébabel seit 15 Jahren jeden Tag aufs Neue spannende und ungewöhnliche Geschichten präsentieren kann, ist euch zu verdanken: Autoren, Übersetzer, Fotografen, Mitgliedern in Local Teams und Lesern aus ganz Europa. Ihr glaubt seit 15 Jahren an ein europäisches Medienprojekt, das euch ähnlich ist, euch eine Stimme verleiht und sich an alle Europäer richtet. Deshalb gibt unser Team jeden Tag Vollgas, damit dieses Katastrophenszenario Fiktion bleibt.

Danke für eure Solidaritätsbekundungen, euer Vertrauen und die tägliche Unterstützung. Aus tiefstem Herzen und nicht vergessen: cafébabel ist quicklebendig und wird alles geben, um es auch so lang wie möglich zu bleiben!