Ansteckend - Ist Europa auf die Schweinegrippe vorbereitet?

Artikel veröffentlicht am 28. April 2009
Artikel veröffentlicht am 28. April 2009
Die Schweinegrippe, eine hoch ansteckende Infektionskrankheit der Atemwege, kostete bereits 7 Menschen in Mexiko das Leben, Hunderte haben sich angesteckt. Fälle wurden in Spanien und Großbritannien und nun auch in Deutschland entdeckt. Ist Europa gut vorbereitet?

Im Jahr 2008 hatten die europäischen Gesundheitsminister bereits davon gesprochen, dass eine bessere Koordinierung und Reaktivität in Europa im Fall einer Volkspandemie nötig sei. „Der Gesundheitsbereich wird bisher von den jeweiligen Mitgliedsländern gesteuert“, steht aber auch heute noch deutlich auf der Seite der Kommission. Doch die EU hat sich in den letzten Jahren für mehr Effizienz und Homogenisierung eingesetzt. In diesem Rahmen ist auch der gemeinsame Kampf gegen Pandemien in der EU-Gesundheitsstrategie für 2008-2013 vorgesehen.

Die EU ist auf eine Pandemie besser vorbereitet als noch vor 2 Jahren.

Noch relativ junge Organisationen arbeiten in diesem Kontext mit den nationalen Institutionen zusammen: So zum Beispiel die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), die 2002 ins Leben gerufen wurde und über Risiken in puncto Ernährung und Tierfütterung aufklärt und dem Parlament, der Kommission und den Mitgliedstaaten dabei hilft, Entscheidungen zu Hygienefragen zu treffen.

Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) engagiert sich seit 2005 dafür, „den Schutz gegen Infektionskrankheiten in Europa“ zu stärken. ECDC-Direktorin Zsuzsanna Jakab erklärte 2007: « Alle Mitgliedstaaten haben bereits Reaktionsmöglichkeiten für den Extremfall vorgesehen. Die EU ist auf eine Pandemie besser vorbereitet als noch vor 2 Jahren. Aber sie ist auch erst auf dem halben Weg und eine zweite Vorbereitungsphase muss jetzt in die Wege geleitet werden.“ Ist Europa 2009 gut vorbereitet?