Alles Banane!

Artikel veröffentlicht am 5. April 2006
Artikel veröffentlicht am 5. April 2006

SOS: Dieser Artikel wurde weder von einem Editor überarbeitet noch in einer Gruppe veröffentlicht.

Tagtäglich vergleichen wir Menschen uns mit anderen Menschen, Körperteilen oder gar Tieren.

Aber all das ist noch nichts dagegen, mit Obst verglichen zu werden. Die arme Pflaume zum Beispiel hat bei den metaphernwütigen Menschen einen schweren Stand. Im Französischen erhält man statt einer Strafgebühr eine prune, wie die Pflaum links des Rheins genannt wird. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass man in England über Personen mit einem bitteren Gesichtsausdruck sagt, sie hätten ein Gesicht wie eine Pflaume, a face like a prune. Die Deutschen mögen die Pflaume auch nicht sehr gerne: doch bei ihnen ist sie eher dumm als verbittert. Und wenn sie jemanden zurecht weisen, dann pflaumen sie ihn an.

Zum Wohlgefallen der Pflaume sind die Dummen bei den Neapolitanern ein percuoco, eine Pfirsichsorte, und die Franzosen halten die Dummen für eine Birne (prendre qn. pour une poire).

Die Äpfel haben es da besser. Im Englischen ist der bzw. die Geliebte der apple of the eye, der Augapfel. Die Macht der Äpfel ist sogar so stark, dass man in Frankreich „in die Apfel fällt“ (tomber dans les pommes), wenn man ohnmächtig wird. Kein Zweifel, die Welt ist „total Banane“ (to go bananas).

Wenn wir unsere Früchte derart beleidigen, wagt man sich kaum vorzustellen, wie sie uns nennen.