Abseits von Eurovision

Artikel veröffentlicht am 24. März 2008
Artikel veröffentlicht am 24. März 2008
Ende Januar in Cannes in Südfrankreich. Jedes Jahr zur selben Zeit findet dort der MIDEM statt, der internationale CD-Markt. Verträge unterzeichnen sich wie am Fließband und Produzenten aus der ganzen Welt sind auf der Suche nach musikalischen Neuheiten.

Was man weniger weiß ist, dass die Europäische Kommission in Zusammenarbeit mit der Musikindustrie seit einigen Jahren die European border breakers awards organisiert. Damit will sie europäische Künstler auch außerhalb ihrer nationalen Grenzen fördern. Nachdem auf diese Weise 2007 Tokio Hotel, 2005 der Sänger Corneille oder 2004 gar die französische First Lady Carla Bruni bedacht wurden, erhält dieses Jahr die deutsche Sängerin Ayo den Preis. Denn, die Sängerin afrikanischer Abstammung ist ihr eigener Melting-Pot.

Von Nigeria nach Deutschland mit Umweg über Paris

Ayo, die 1970 in der Nähe von Köln geboren ist, heute in London lebt und von Polydor France produziert wird, verkörpert das Europa des 21. Jahrhunderts. Sie überwindet Grenzen und möchte, dass ihre Musik in der ganzen Welt gehört wird. „Meine Mutter war Zigeunerin und mein Vater ist von Nigeria nach Deutschland immigriert. Das verschafft mir Ameisen unter die Füße“, erklärt die Sängerin auf ihrer Webseite Le Mague. "Ich hoffe, möglichst viel von der Welt zu sehen. Ich liebe das Reisen und Entdecken von anderen Kulturen“. Bringt Musik nicht die Völker zusammen? Pass bloß auf Eurovision!

Crédit photo : Alain DELPEY/FlickR

European border breakers awards

-Johara BOUKABOUS

- Übersetzung: Christine