65. Berlinale: Ready, steady, Kino

Artikel veröffentlicht am 5. Februar 2015
Artikel veröffentlicht am 5. Februar 2015

Heute fängt das Berliner Filmfestival mit Nobody Wants the Night als Eröffnungsfilm an. Hier ein kurzer Überblick zur Jury der Berlinale:

Mein Trauma begann als der Vorsitzende der Jury dieser 65. Berlinale angekündigt wurde: der amerikanische Regisseur Darren Aronofsky. Derselbe, der erfolgreich durch meine Alpträume geistert, dies dank seines Meisterwerks (grauenhaft, aber trotzdem ein Meisterwerk) Requiem for a Dream. In einer der Hauptrollen ist Jared Leto bevor er sich die Haare wie ein gerade wiederauferstandener Christ wachsen ließ. Zu seinen sehr tiefgründigen Filmwerken gehört vor allem der exzellente Film Pi oder auch Black Swan (tatsächlich sehr alptraumhaft ausgerichtet). Und zuletzt der Heldenepos Noah.

An seiner Seite wird sich DER Star des deutschen Kinos befinden: Daniel Brühl. Es ist kaum nötig den Star vorzustellen, der durch Good-Bye Lenin berühmt wurde, und der seine Rolle in dem ausgeflippten Inglorious Bastards von Quentin Tarantino auf Französisch spielte. Für das deutsche Publikum ist er auch der antikapitalistische Einbrecher in dem sehr guten Film Die fetten Jahren sind vorbei.

Ein weiterer großer Star, kikeriki, ist die Französin Audrey Tatou. Seit ihrer Rolle in Le fabuleux destin d'Amélie Poulain, ist Audrey Tautou mit ihren großen runden Augen die perfekte Inkarnation einer jungen Französin für das deutsche Publikum, was dazu führt, dass fast alle ihre Filme in Deutschland gezeigt werden. Die Trilogie von l'Auberge Espagnole (also, Martine, warum heulst du?), des weiteren Coco Chanel oder Dieu est grand et je suis toute petite.

Dazu gesellt sich noch der süd-koreanische Regisseur Bong Joon-Ho, der bei The Host Regie führte, und erst kürzlich die - übrigens sehr erfolgreiche- Umsetzung des französischen Comics Snowpiercer ins Kino brachte. Mit von der Partie ist auch Matthew Weimer, den wir mehr von Serien wie Mad Men kennen, aber auch als Produzent von Les Sopranos. Zwei Blockbuster im kleinen Stil, die ihm eine schöne Serie Trophäen in den USA einbrachten. Amerikanische Serien sind ein bekanntes Gebiet seiner Landsmännin, der Produzentin Martha de Laurentiis, der Frau von Dino de Laurentiis, mit ihr hat er in den letzten Monaten die Serie Hannibal produziert. Schließlich kehrt die peruanische Filmregisseurin Claudia Llosa dorthin zurück wo ihr Erfolg begann: auf den Berliner Teppich. Sie hatte bereits 2009 für La teta asustada den goldenen Berliner Bären gewonnen und präsentierte dort letztes Jahr ihren Film Aloft, auf Englisch mit Mélanie Laurent.

Cafebabel ist bei der 65e Berlinale mit dabei.

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