50/50 Kampagne für Demokratie: Gruppenbild mit zu wenigen Damen zu den Europawahlen

Artikel veröffentlicht am 5. März 2009
Artikel veröffentlicht am 5. März 2009

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Nach den Europawahlen im Juni 2009 wird Europa wieder für ein Familienbild posieren. Werden genauso viele Frauen wie Männer auf dem Schnappschuss zu sehen sein? Um auf das Thema aufmerksam zu machen, präsentiert die Europäische Frauenlobby die „50/50 Kampagne für Demokratie“.

69% der Mitglieder des Europaparlaments und 63% der Mitglieder der Europäischen Kommission sind Männer. Frauen sind in den entscheidungsfällenden Organen der EU unterrepräsentiert. Das ist ein ernst zu nehmendes Hindernis für die demokratische Legitimität der EU. Die ungleiche Geschlechterverteilung untergräbt sämtliche Versuche, eine Demokratie aufzubauen, die alle mit einschließt und teilhaben lässt. Alle Europäer - sowohl Frauen als auch Männer, müssen angemessen vertreten werden, wenn Entscheidungen getroffen werden, die Einfluss auf ihr Leben haben. Deshalb hat die Europäische Frauenlobby die „50/50 Kampagne für Demokratie“ ins Leben gerufen.

Wer kann das ändern?

Die Wähler, politische Parteien der einzelnen Länder, europäische Regierungen und hochgestellte europäische Entscheidungsträger müssen handeln, damit wir 2009 in Europa ein Familienbild mit einem ausgeglichenen Geschlechterverhältnis bekommen. Warum politische Parteien? Weil Sie die Macht besitzen, darüber zu entscheiden, wer auf den Wahlzetteln steht. Warum Regierungen? Weil Sie auswählen, wer in die Europäische Kommission und andere hohe Ämter in der EU berufen wird. Ja, es gibt einen Konsens für das Recht der Frauen auf gleichberechtigte Teilhabe am politischen Leben. Aber dies muss sich in der gleichberechtigten Repräsentation von Frauen in den entscheidungsfällenden Organen der EU niederschlagen. Politische Parteien und Regierungen müssen sich dafür einsetzen, das Blatt zu wenden.

Du willst etwas tun? Dann mach die “50%50 Kampagne für Demokratie“ bekannt!

©50/50 KampagneDurch unsere Aktionen werden Fragen wie Gleichberechtigung der Geschlechter, Solidarität, Nachhaltigkeit und soziale Entwicklung mehr Bedeutung auf der politischen Tagesordnung erlangen. Eine „Gleichberechtigungs-Prüfung“ wird den Einsatz der politischen Parteien für die Gleichberechtigung der Geschlechter anhand der Präsenz weiblicher Kandidaten auf den Wahllisten und des Inhalts der politischen Programme auswerten.

Wer unterstützt die Kampagne?

Mehr als 200 Persönlichkeiten aus ganz Europa unterstützen bereits unsere Kampagne, darunter der Präsident und die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso und Margot Wallström, Nobelpreisträger Orhan Pamuk, der Präsident Sloweniens, Danilo Türk, der belgische Premierminister Herman Van Pompuy, die Präsidentin Irlands, Mary Robinson und die ehemalige Präsidentin des Europaparlamentes, Simone Veil.

Wer ist noch mal die Europäische Frauenlobby?

Die Europäische Frauenlobby ist die größte Nicht-Regierungsorganisation für Frauen in der Europäischen Union. Sie repräsentiert mehr als 2000 direkte Mitgliedsorganisationen in 30 europäischen Ländern. Sie arbeitet auf nationaler und europäischer Ebene mit Ihren Mitgliedern zusammen. Hauptziel ist es, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern dadurch zu erreichen, dass der Aspekt der Gleichberechtigung der Geschlechter in allen EU-Richtlinien mit berücksichtigt wird.