Juli 2010. In Berlin wird eine neue griechische Botschaft gebaut, mitten in der Innenstadt, in Tiergarten. Ein positives Zeichen, weit weg von den Keulenschlägen, die von den Medien beider EU-Länder ausgeteilt wurden. Seit das europäische Darlehen von 120 Millionen Euro für Griechenland nach monatelanger deutscher Blockade genehmigt wurde, hat die deutsche Presse ihre diffamierende Kampagne gegen die Hellenen eingestellt.

In Athen hat cafebabel.com Protagonisten beider Lager getroffen. Hans Peter Hoffman, der Leiter des Pressedienstes der deutschen Botschaft in Athen, schlägt eine posttraumatische Analyse der “wahren” Beziehungen zwischen den beiden Ländern vor. Antonis, ehemaliges Mitglied der griechischen Handelskammer, beantwortet unsere Fragen im Hilton, weit weg von den politischen und wirtschaftlichen Problemen, die sein Land erschüttern.

Video-Reportage von Gabriele Nugara | Teil 1

In Athen ist nachts immer was los und die Straßen sind voller Nachtschwärmer. Auch die Krise wird das nicht ändern. Fernab von deutschen und europäischen Medienberichten schildert uns Gregoris, ein junger Theaterdirektor, seinen Standpunkt zu den Schwierigkeiten, die Griechenland durchläuft. Ioannis, ein junger Ingenieur, der im schicken Viertel Pyschico als Barmann arbeitet, spricht hingegen über seine Meinung zu Angela Merkel.

Video-Reportage von Gabriele Nugara | Teil 2

Es wäre leichtsinnig, die wirtschaftlichen und politischen Spannungen in Griechenland - und somit im Zentrum Europas - als einfache „Seifenblase“ abzutun. Eines ist nämlich sicher: die Griechen und alle Europäer werden sich mit dem Ursprung des Wortes “krisis” auseinandersetzen müssen, welches „Wahl“ bedeutet. Eine Entscheidung muss also getroffen werden.

Ein großes Dankeschön an das Team von cafebabel.com in Athen!

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Videos ©Gabriele Nugara: YouTube/GiobertiWunderKammer